Griechenland-Hilfe schmälert Gewinn. HALBJAHRESBILANZ / 100 Millionen Euro musste die Bank Austria im ersten Halbjahr 2011 an griechischen Staatsanleihen abschreiben.

Erstellt am 07. August 2011 (20:03)
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VON GERTI SÜSS

Die Griechenland-Rettung hinterließ Spuren in der Halbjahresbilanz der Bank Austria: Schließlich wäre der Nettogewinn von 640 Millionen Euro höher ausgefallen, hätte die UniCredit-Tochter keine Abschreibungen an griechischen Staatsanleihen im Wert von rund 100 Millionen Euro vornehmen müssen.

Dabei handelt es sich jedoch um ein Einmalereignis, erklärt Bank Austria-Vorstand Willibald Cernko diesen Solidaritätsbeitrag. Mit 509 Millionen Euro hielt die Bank Austria den größten Bestand an griechischen Staatsanleihen innerhalb der UniCredit-Gruppe.

Trotz dieser hohen Abschreibungssumme konnte die Bank Austria ihren Nettogewinn in Österreich als auch in den 19 CEE-Ländern, für die sie innerhalb der UniCredit-Gruppe zuständig ist, um 52 Prozent von 422 auf 640 Millionen Euro steigern. Grund für diese Entwicklungen waren laut Cernko die positive Entwicklung im Kundengeschäft, ein Rückgang der Kreditrisikokosten sowie ein Wachstum in den CEE-Ländern, vor allem in der Türkei und in Russland.

Wir liegen aber immer noch unter dem Vorkrisenniveau, erklärt Cernko. Zudem war das Betriebsergebnis um vier Prozent auf 1,6 Milliarden rückläufig. Grund dafür war unter anderem die Bankensteuer, die sich in Österreich auf 63 und in Ungarn auf 15 Millionen Euro belief.