Große Bäume werden knapp. Bei Bäumen mit über 2,5 Metern Länge wird ein Engpass erwartet. Die Preise wurden heuer meist nicht erhöht. Der Hauptverkauf von Christbäumen startete am vergangenen Wochenende in NÖ.

Von Heinz Bidner. Erstellt am 16. Dezember 2013 (23:59)
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Von Heinz Bidner

In Wien wird der Höhepunkt an diesem Wochenende erwartet. Erfahrungsgemäß werden in den letzten drei Tagen vor Weihnachten überhaupt die meisten Christbäume verkauft. Während bei kleineren Exemplaren keine Engpässe absehbar sind, sollten sich Liebhaber größerer Bäume beeilen.

Engpässe noch in den nächsten drei Jahren

„Die großen Bäume – ab etwa zweieinhalb Metern – sind immer noch knapp“, sagt Franz Raith, Obmann der ARGE NÖ-Christbaumproduzenten. Im Vorjahr setzte etwa der Frost vielen Kulturen zu. Drei Jahre würde es sicher noch dauern, bis alle Segmente gut abgedeckt wären, schätzt Raith.

Christbaumzucht sei generell schwer vorhersehbar, zumal sie stark den Witterungsschwankungen unterworfen sei, meint Raith. Es dauert etwa zehn bis zwölf Jahre, bis ein vierjähriger Baumsetzling zwei bis zweieinhalb Meter groß wird.

Preise für Christbäume variieren

„Die Preise variieren nach dem Verkaufsstand und nach dem Aussehen des Baumes“, erklärt Franz Raith. Billiger sei es natürlich beim Ab-Hof-Verkauf, wegen des zusätzlichen Aufwandes tendenziell teurer in den Städten. Tannenbäume (weit überwiegend Nordmanntannen) kosten meist zwischen 10 und 35 Euro je Laufmeter. Fichten (vor allem Blaufichten) sind mit 4 bis 15 Euro günstiger.

Die Preise werden nur angehoben, wenn etwa die Transportkosten oder Standgebühren steigen würden, erklärt Franz Raith. Die meisten Mitglieder hätten heuer die Preise aus dem Vorjahr übernommen.

Einen Tipp zur längeren Haltbarkeit gibt Franz Raith allen Christbaumkäufern mit auf den Weg: „Man sollte den Baum unbedingt in ein Wassergefäß stellen.“ Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen, einen Blumenstrauß in eine Vase ohne Wasser zu stecken.

300 Christbaumbauern produzieren eine Million Bäume in NÖ

In NÖ produzieren etwa 300 Christbaumbauern eine Million Bäume in diesem Jahr. Laut ARGE NÖ Christbaumproduzenten, der 223 Mitglieder angehören, bedeutet das eine Wertschöpfung von rund 20 Millionen Euro für die Region.

Bundesweit werden 2,35 Millionen Christbäume produziert. Damit stammen 90 Prozent der Bäume aus heimischem Anbau.


Tipps zum Christbaumkauf und zur Pflege: So erkennt man frische Bäume.

- Den Baum kräftig schütteln. Ein frischer Baum verliert keine grünen Nadeln.

- Ein Stückchen Rinde abkratzen. Das Holz eines frischen Baums ist darunter noch feucht.

- Von innen nach außen über die Nadeln streichen. Der frische Baum behält seine Nadeln.

- Wer einen heimischen Baum mit kurzen Transportwegen wünscht, kann die Herkunft an der Schleife und dem Gütesiegel der Produzenten erkennen.

So pflegt man Bäume richtig.

- Christbaum bis zum Weihnachtsfest kühl aufbewahren.

- Christbaumnetz nur von unten nach oben aufschneiden.

- Vor dem Aufstellen Baum am Stammende frisch beschneiden.

 - Ein wassergefüllter Christbaumständer hält den Baum länger frisch. Pro Tag benötigt etwa ein Christbaum mit zwei Metern Größe rund vier Liter Wasser.

- Je kühler der Raum ist, in dem der Christbaum steht, desto länger halten die Nadeln.