Grüne wollen mindestens 100.000 Jobs schaffen. Die Grünen wollen mit einer grünen Wende in allen Bereichen und Branchen mindestens 100.000 neue Jobs in Österreich bis zum Jahr 2020 schaffen.

Erstellt am 24. Juli 2013 (13:41)

Alleine eine ökosoziale Steuerreform könne in sieben Jahren 25.000 neue Arbeitsplätze bringen, sagte Wirtschaftssprecherin Ruperta Lichtenecker. Eine Grüne Verkehrswende mit Ausweitung des öffentlichen Verkehrs solle 17.000 Jobs bringen.

Bei Konzentration auf mehr Energieeffizienz seien 35.000 neue Arbeitsplätze möglich. Durch die Umsetzung der grünen Forderungen würden bei vorsichtiger Schätzung mindestens 100.000 neue Arbeitsplätze in Österreich entstehen, sagte der Grüne Budgetsprecher Werner Kogler. Alleine die volkswirtschaftlichen Effekte, wenn die Kosten für importiertes Öl, Gas und Kohle reduziert werden könnten, wären beachtlich: "Der Rubel rollt dann in der Region, nicht nach Moskau". Von dem bei Energieimporten eingesparten Geld könnten Land- und Forstwirte sowie Umwelttechnik-Betriebe profitieren.

Die Finanzierung dieser grünen Wende ergebe sich teils durch Umschichtungen, denn umweltschädliche Förderungen müssten zurückgefahren werden. Als Beispiel nannte Kogler die Förderung von Ölheizungen im Rahmen des Wohnbaus. Bei einer ökosozialen Steuerreform würde der Faktor Arbeit entlastet und Umweltsteuern angehoben. Auch in der Energieforschung stecke viel Potenzial.

Nur halb zufrieden zeigte sich Lichtenecker mit den Förderungen für Unternehmen: Zwar gebe es gute Förderungen, viele würden jedoch nicht genützt. Daher müsse die Beratung für Unternehmen verstärkt werden. Ein Instrument für eine Grüne Wende in der Wirtschaft sei auch die Cluster-Bildung in Spezialbereichen, wo die Firmen zusammenarbeiten. Beide Abgeordneten unterstreichen den hohen Exportanteil von Unternehmen in der Umwelttechnik. "Österreich muss Nummer 1 in der Umwelttechnik werden", forderte Kogler.