Erstellt am 27. Dezember 2016, 12:38

von APA Red

Tage bis Silvester noch Umsatzbringer. Auch wenn Weihnachten nun wieder vorbei ist, profitiert der Handel noch immer vom Geschäft rund um das Christkind.

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"Zehn Prozent des gesamten Weihnachtsgeschäftes wird in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr gemacht. Und diese Periode beginnt heute", wird der stellvertretende Geschäftsführer der Sparte Handel in der Wirtschaftskammer, Roman Seeliger, am Dienstag im "Ö1-Morgenjournal" zitiert.

Zahlreiche Händler locken am ersten Einkaufstag nach Weihnachten mit Aktionen. Bei den Elektrohandelsketten Media Markt und Saturn etwa konnte man heute schon ab 6 Uhr in der Früh Schnäppchen ergattern.

Viele werden die nächsten Tage wohl nutzen, um unliebsame Geschenke umzutauschen oder Gutscheine einzulösen. Laut KMU Forschung Austria lagen Gutscheine im Ranking der Top-Geschenke heuer erstmals auf Platz 1. "Ein von zehn Beschenkten tauscht Ware um und da kann es dann durchaus sein, dass nicht nur umgetauscht, sondern auch zusätzliche Ware jetzt in diesen folgenden Tagen gekauft wird", hofft Seeliger.

"Ein Umtausch erfolgt freiwillig"

Was viele Konsumenten nicht wissen: Solange die Ware in Ordnung ist, muss ein Händler sie weder zurücknehmen noch umtauschen, auch wenn das eine oder andere Geschenk nicht gefallen mag. "Ein Umtausch erfolgt freiwillig. Es gibt kein gesetzliches Umtauschrecht", erinnerte AK-Niederösterreich-Konsumentenberaterin Sandra Schwarz-Nowak am Dienstag in einer Aussendung. Viele Firmen räumten aber freiwillig ein Umtauschrecht ein.

Anders sieht es freilich aus, wenn das Produkt defekt ist. Dann muss der Händler es bis zu zwei Jahre nach dem Kauf kostenlos reparieren oder umtauschen, den Preis mindern oder das Geld zurückgeben, so die Arbeiterkammer. Gutscheine, die kein Befristungsdatum aufweisen, gelten übrigens 30 Jahr lang. Viele Firmen befristen aber die Geltungsdauer. Die Arbeiterkammer rät daher, auf die Dauer der Gültigkeit zu achten.

Das Weihnachtsgeschäft soll den heimischen Händlern heuer Umsätze von 1,63 Mrd. Euro (nominell +0,5 Prozent) bringen.