Hochzeitsbranche verzeichnet dramatischen Umsatzverlust. Die österreichischen Hochzeitsportale hochzeits-location.info und hochzeit.click haben in einer Umfrage die aktuelle Lage bei Hochzeitslocations erhoben. Zwei Drittel der Hochzeitsfeiern wurden abgesagt oder verschoben. Hochzeitsveranstalter in NÖ hatten einen durchschnittlichen Umsatzverlust von 191 000 Euro.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. November 2020 (17:51)
Symbilbild
pha88, Shutterstock.com

Bei einer österreichweiten Umfrage der Hochzeitsportale hochzeits-location.info und hochzeit.click nahmen 70 Veranstaltungsorte teil, 15 davon sind in Niederösterreich. Die Studie ergab, dass die Hochzeitsbranche in diesem Jahr massive Verluste verbuchen musste. Rund zwei Drittel der Hochzeitsfeiern wurden abgesagt oder verschoben. Allein in Niederösterreich betrug der durchschnittliche Umsatzverlust 191 000 Euro. In ganz Österreich waren es im Durchschnitt 220 000 Euro. Bei rund 20 Prozent der Veranstaltungsbetriebe fand keine einzige Hochzeit statt. 

Etwas optimistischer sind die Veranstalter von Hochzeitsevents für das nächste Jahr. Ein Viertel rechnet für 2021, dass sie ausgebucht sind. Ein weiteres Viertel geht von einer 90-prozentigen Belegung aus. Die Veranstalter würden an der nicht vorhandenen Planungssicherheit leiden, da sich Maßnahmen oft sehr rasch ändern können. Viele Brautpaare warten auch mit ihren Buchungen, um nicht ein weiteres Mal verschieben zu müssen. 

Mundpropaganda als wichtigstes Marketingtool

Untersucht wurde auch welche Marketingtools Hochzeitslocations zur Kundengewinnung verwenden. 80 Prozent der Betreiber halten Mundpropaganda für am wichtigsten. Danach folgen spezialisierte Online-Portale (47 Prozent) und Social-Media-Marketing (40 Prozent). Weniger Bedeutung haben Radio- und Printwerbung sowie Auftritte bei Messen. Hochzeitsmessen sind auch jener Bereich, wo Hochzeitslocations zukünftig am meisten einsparen möchten.  

Zu den Unterstützungsmaßnahmen der Regierung: 30 Prozent der Betriebe fühlen sich durch die Regierungsmaßnahmen gut unterstützt. Rund zwei Drittel der befragten Unternehmen wünschen sich jedoch zusätzliche Förderungen für die Branche. 20 Prozent würden eine steuerliche Begünstigung für Hochzeitsfeiern im nächsten Jahr sehr begrüßen.