Coronakrise: Hausbesuche von Friseuren verboten. NÖ Landesinnungsmeisterin Silvia Rupp warnt vor Dienstleistung in den eigenen vier Wänden, die immer mehr Kunden einfordern.

Von Walter Fahrnberger. Erstellt am 25. März 2020 (13:06)
Hausbesuche sind verboten
APA (Archiv)

Auch die Friseurinnen und Friseure des Landes trifft die Coronakrise hart. Seit 16. März sind 1.700 Friseurbetriebe in Niederösterreich geschlossen. Mehrere tausend Beschäftigte sitzen daheim. 

Jetzt kommen immer mehr Kundinnen und Kunden in Versuchung, sich für eine neue Frisur Termine mit den Mitarbeitern der Salons für Hausbesuche auszumachen, wie Silvia Rupp, Landesinnungsmeisterin der Niederösterreichischen Friseure berichtet.

NÖ Landesinnungsmeisterin der Friseure Silvia Rupp
Walter Rupp

Strafen bis zu 30.000 Euro möglich

„Für unsere Branche ist es zweifellos eine schwere Zeit. Doch es ist keine Option, dass Kunden mit den Mitarbeitern der Salons Termine für Besuche in den eigenen vier Wänden machen“, betont Rupp. „Ein solches Verhalten ist höchst fahrlässig, unklug und darüber hinaus auch strafbar.“  

Zum einen ist eine etwaige Ansteckungsgefahr mit dem Virus gegeben. Wenn darüber hinaus die Dienstleistung auch noch ohne Rechnung erfolgen würde, fällt das unter Schwarzarbeit und wäre strafbar. Wer erwischt wird, muss mit strengen Strafen bis zu 30.000 Euro rechnen.

Deshalb appelliert die Landesinnungsmeisterin an die Vernunft und Solidarität ihrer Berufskollegen im Land. „Die Gesundheit ist unser höchstes Gut. Wenn wir alle zusammenhalten und zusammenstehen, werden wir auch die Corona-Krise meistern“, so Rupp