Käfer nagte an Preisen.... „Klimawandel ist nicht zu leugnen“, sagen Chefs der Land- und Forstwirtschaft und zeichnen düsteres Bild für die Zukunft.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 23. Mai 2018 (01:24)
Schwierige Zeiten für die Forstwirtschaft: Vor allem in Regionen nördlich der Donau setzte der Borkenkäfer den Wäldern stark zu. Eine Besserung der Situation sei auch heuer nicht in Sicht.Fexel/Shutter-stock.com
Fexel/Shutter-stock.com

„Der Wald kann sich nicht mehr erholen. Wir befinden uns in einem Wettlauf gegen die Zeit“, zeichnete Felix Montecuccoli, Präsident der Land- und Forstbetriebe, ein düsteres Bild für die Zukunft der Betriebe, die im Bereich von Land- und Forstwirtschaft tätig sind.

Vor allem beim Holz hatte man im vergangenen Jahr mit Herausforderungen zu kämpfen, die auch heuer noch nicht gemeistert sind. So vernichtete der Borkenkäfer allein 3,3 Millionen Festmeter Holz, „eine noch nie dagewesene Menge“, so Montecuccoli. Und auch dieses Jahr wird es zu starken Belastungen, verursacht durch den Schädling, kommen. Dessen Hauptschadensgebiet liegt nördlich der Donau und hier habe der Käferflug bereits Mitte April besonders stark begonnen.

Klimawandel sei Schuld an den Schwierigkeiten

Der Grund für die negativen Entwicklungen sei der „nicht mehr zu leugnende“ Klimawandel: „Die letzten fünf Jahre gehören zu den wärmsten der Messgeschichte. Aufgrund lang anhaltender Trockenperioden wird es für die Forstwirtschaft immer schwieriger.“

Es brauche endlich wieder steigende Holzpreise. Zuletzt mussten die Betriebe beim Nadelsägerundholz einen Preisverfall von etwa 5 Euro hinnehmen: 89 Euro bekamen sie durchschnittlich pro Festmeter (2014: 98 Euro). Der Preis für Industrieholz blieb unverändert (36 Euro), einen Aufschwung gab es nur beim Laubholz.

Die Landwirtschaft musste 2017 klimabedingte Schäden in Höhe von 250 Millionen Euro verkraften. „Diese enorme Summe und extreme Wetterereignisse sind deutliche Indikatoren für die Realität des Klimawandels“, so Vizepräsident Zeno Piatti-Fünfkirchen.