Hypo-NÖ-Razzien waren angeblich vorangekündigt. Die Razzien bei der Hypo Niederösterreich wegen umstrittener Buchungen auf Zweckgesellschaften vorige Woche sollen einem Zeitungsbericht zufolge avisiert gewesen sein.

Erstellt am 10. Dezember 2012 (11:01)
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"Angeblich waren Anwälte der Bank und von Beschuldigten über die Razzien vorweg informiert", schreibt der "Standard", ohne Details zu nennen. BZÖ-Klubobmann Petzner reagierte darauf gereizt. "Wenn das stimmt, ist das eine unfassbare Vorgehensweise, deren Hintergründe und Motivation genau untersucht gehören", echauffierte er sich in einer Aussendung.

Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt in der Causa Hypö NÖ gegen zahlreiche Manager und Ex-Manager sowie neun aktive und frühere Aufsichtsratsmitglieder wegen des Verdachts der Untreue und der Bilanzfälschung. Im Visier der Justiz stehen erneut die Gesellschaften "Augustus" und "Aquarius".

Bei den Hausdurchsuchungen vorige Woche wurden nicht nur Bank-Büroräume in Wien und St. Pölten gefilzt, sondern auch Haupt- und Nebenwohnsitze von Beschuldigten und Zeugen. Der Radius reichte vom südlichen Burgenland über Wien, Korneuburg, Bisamberg, Krems bis an den Attersee und nach Altaussee.