Hypo zahlt keine Dividende auf Staatshilfe. Die Hypo Alpe Adria hat 2011 nach internationalen Bilanzierungsregeln (IFRS) erstmals seit 2007 wieder Gewinn geschrieben, auch wenn er mit 69,3 Mio. Euro überschaubar ausfiel und letztlich der Neubewertung der eigenen Anleihen zu verdanken war. Nach heimischem Recht ergab sich ein Verlust von 164,7 Mio. Deshalb hat die Bank auch auf das vom Staat eingeschossene Kapital keine Dividende gezahlt.

Erstellt am 13. März 2012 (13:28)

Die Hypo Alpe Adria hat 2011 nach internationalen Bilanzierungsregeln (IFRS) erstmals seit 2007 wieder Gewinn geschrieben, auch wenn er mit 69,3 Mio. Euro überschaubar ausfiel und letztlich der Neubewertung der eigenen Anleihen zu verdanken war. Nach heimischem Recht ergab sich ein Verlust von 164,7 Mio. Deshalb hat die Bank auch auf das vom Staat eingeschossene Kapital keine Dividende gezahlt.

Bankchef Gottwald Kranebitter ist dennoch zuversichtlich, dass er für sein Haus kein weiteres staatliches Geld brauchen wird - auch wenn er Nachzahlungen des Steuerzahlers nicht ausschließen will. "Wir werden alles tun, um weitere Zahlungen unwahrscheinlich zu machen", sagte er am Dienstag bei der Bilanzpressekonferenz in Wien.

Die Kärntner Hypo entwickelt sich Richtung eigener Bad Bank, Kranebitter spricht von einer "Sanierungsbank im Staatsbesitz". Die drei Töchter für Österreich, Italien und Südosteuropa (SEE) sollen verkauft werden, Italien und Österreich seien dafür schon reif, in SEE seien die Vorbereitungen für den Verkauf weit gediehen.

Danach bliebe nur mehr eine Abwicklungsbank übrig, mit 10 Mrd. Euro an Verbindlichkeiten. Diesen stünden aber nachhaltige Werte von etwa acht Mrd. Euro gegenüber, sagte Kranebitter. Drei Milliarden aus Wertberichtigungen und fünf Mrd. Euro aus "Sicherheiten", die noch dazu äußerst konservativ bewertet seien.

Die öffentliche Hand habe zwar 2011 für das eingeschossene Kapital von 1,55 Mrd. Euro keine Dividende erhalten, wohl aber 20 Mio. Euro an Gebühren für Bürgschaften. (Die Dividende hätte 155 Mio. Euro betragen). Auch seien die Haftungen um 3,1 Mrd. Euro auf 18,1 Mrd. Euro reduziert worden, davon 600 Mio. Euro an Bundeshaftungen, der Rest entfällt auf das Land Kärnten. Heuer sind Verbindlichkeiten mit Landeshaftungen im Wert von 2,5 Mrd. Euro fällig, 2013 dann weitere Rückzahlungen über 4,6 Mrd. Euro.

2012 sollen die Banken in Österreich, Italien und SEE wieder mit Gewinn abschließen, die ganze Gruppe wie heuer "entlang der Nulllinie" bilanzieren. Die Hypo hat sich ein 100 Mio. Euro schweres Sparprogramm verordnet, Kranebitter ist zuversichtlich, dieses umsetzen zu können.