IBAN kommt mit Februar. Internationale Kontonummer startet, Betriebe können Rechnungen an Bund nur mehr elektronisch übermitteln, Bahnfahren wird teurer, Pendlerpauschale in neuer Form.

Erstellt am 30. Dezember 2013 (23:59)
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Von Heinz Bidner

IBAN. Ab Februar gilt endgültig nur mehr die internationale Kontonummer – kurz IBAN. Sie besteht aus dem Ländercode (AT für Österreich), einer zweistelligen Prüfzahl, der Bankleitzahl und der bekannten bisherigen Kontonummer. Bei grenzüberschreitenden Überweisungen und Lastschriften muss noch bis 1. Februar 2016 zusätzlich die internationale Bankleitzahl BIC angeführt werden.

E-Rechnung. Ab Jänner können über 80.000 heimische Betriebe ihre Rechnungen an den Bund (wie auch Schulen) nur mehr in bestimmter elektronischer Form übermitteln. Rechnungen können nun etwa über das Unternehmensserviceportal ( www.usp.gv.at ) eingebracht werden.

Pensionskonto. Beim neuen Pensionskonto wird für alle Versicherungsmonate vor Jänner 2014 eine Erstgutschrift berechnet, die als „Startwert“ ins Pensionskonto übertragen wird. Diese „Kontoerstgutschrift“ löst die Parallelrechnung bei der Pensionsberechnung ab. Dies gilt für alle Personen, die ab dem 1. Jänner 1955 geboren sind und bis zum 31. Dezember 2004 mindestens ein Versicherungsmonat erworben haben.

Im Laufe des Jahres 2014 soll die Höhe der Kontoerstgutschrift schriftlich mitgeteilt werden. Wenn eine Person diese Mitteilung erhalten hat, ist das Pensionskonto auf dem aktuellen Stand. Es kann dann entweder Online (mit Handy-Signatur oder Bürgerkarte) eingesehen werden oder wird auf Antrag vom Pensionsversicherungsträger zugeschickt.

Arbeitsmarktöffnung. Mit 31. Dezember 2013 läuft in Österreich die siebenjährige Übergangsfrist für Staatsangehörige von Bulgarien und Rumänien aus. Danach gilt für Arbeitskräfte und für Unternehmen mit Sitz in diesen Staaten volle Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit.

Krankenversicherung. Die Geringfügigkeitsgrenze wird angehoben. Sie liegt im neuen Jahr bei 395,31 Euro pro Monat bzw. 30,35 Euro pro Tag. Die Höchstbeitragsgrundlage nach ASVG beträgt künftig monatlich 4.530 Euro, für Sonderzahlungen gilt ein Höchstbetrag von jährlich 9.060 Euro. Die Rezeptgebühr macht im neuen Jahr 5,40 Euro aus. Das Service-Entgelt für die E-Card, das im November 2014 für das Jahr 2015 fällig wird, beträgt dann 10,55 Euro.

Bahnfahren. Die ÖBB erhöhen ihre Fahrkartenpreise ab 1. Jänner im Schnitt um zwei Prozent. Einige Strecken werden aber auch günstiger, bei den Vorteilscards gibt es teils leichte Preisreduktionen.

Bei Zugverspätungen haben die Fahrgäste Anspruch auf Entschädigung. Bahnunternehmen müssen ab 2014 ihre monatlich erreichte Pünktlichkeit ab Jänner im Internet veröffentlichen. Das kommt Jahreskartenbesitzern entgegen: Wenn in einem Monat mehr als fünf Prozent der Züge im Nahverkehr zu spät sind, bekommen sie zehn Prozent der Kosten einer Monatskarte retour. Im Fernverkehr bekommen Besitzer von Einzeltickets ab einer Verspätung von 60 Minuten 25 Prozent des Kaufpreises retour, ab 120 Minuten die Hälfte.

Pendler. Das kommende Jahr bringt für Pendler eine genauere Kilometerabrechnung und die Neudefinition einiger Förderungsvoraussetzungen. Basis dafür soll der Pendlerrechner sein, der 2014 im Finanzministerium online gehen soll. Der mit dem Pendlerrechner kalkulierte Förderungssatz kann als amtliches Formular ausgedruckt werden. Kommen einem Pendler die Ergebnisse des Rechners unglaubwürdig vor, kann er Einspruch erheben.