Ikea auf Suche nach neuem Standort. Zukunftspläne / Der Möbelriese möchte im Großraum Wien nach wie vor einen dritten Markt aus dem Boden stampfen.

Erstellt am 16. September 2012 (18:06)
Trotz eines schwierigen Jahrs verbucht Ikea-Österreich-Chefin Giny Boer ein Umsatzplus.zVg
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Von Heinz Bidner

Vor 35 Jahren startete der schwedische Möbelriese Ikea mit seinem ersten Standort in Österreich in der Shopping City Süd bei Vösendorf. Mittlerweile managt das Unternehmen von dort bundesweit sieben Märkte mit rund 2.500 Mitarbeitern.

Geht es nach Österreich-Chefin Giny Boer, könnte im Großraum Wien neben den Standorten in der SCS und im Norden Wiens ein Dritter dazukommen. Dieser Plan ist zwar nicht neu, gibt sie zu. Sie sei aber dennoch zuversichtlich, dass sie im kommenden Jahr Konkreteres verkünden könne. Woran eine Realisierung in den letzten Jahren scheiterte? „An der Bürokratie“, meint sie. Geld dafür sei jedenfalls vorhanden.

Im Zuge der aktuellen Neugestaltung der SCS soll übrigens auch in den dortigen Ikea-Markt investiert werden. Details zu den Umbauten will Boer noch nicht verraten. Eine Vergrößerung der Fläche schließt sie jedenfalls aus, zumal es vor Ort keine freien Flächen mehr gebe.

Insgesamt hat Ikea Österreich ein gutes Geschäftsjahr, das mit 31. August endete, hinter sich. Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,5 Prozent auf 635,4 Millionen Euro. Etwa fünf Prozent davon erwirtschafteten die den Möbelmärkten angeschlossenen Restaurants.

Als Gründe für den Anstieg sieht Giny Boer unter anderem niedrige Preise und die Angst der Menschen vor einer Krise. Dabei wäre auch die Zahl der Besucher um 3,5 Prozent auf 12,45 Millionen gewachsen. Ebenfalls markant: Die Kunden würden nun im Schnitt mehr Geld ausgeben. Die Verkaufspreise im neuen Geschäftsjahr hat Ikea diesmal übrigens um 0,4 Prozent reduziert.