Firmen-Übernahme: Es braut sich was zusammen. BrauUnion will Brauerei Fohrenburg schlucken. Verein CulturBrauer ist sauer.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 24. März 2020 (03:57)
Die BrauUnion will Mehrheitseigentümerin der Vorarlberger Brauerei Fohrenburg werden.NaturalBox
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Die Heineken-Tochter BrauUnion mit Sitz in Linz und Niederlassung in Wieselburg (Bezirk Scheibbs) wird wohl Mehrheitseigentümerin der Vorarlberger Brauerei Fohrenburg. Konkret hat der Bier-Riese seine Anteile an Fohrenburg von elf auf 74 Prozent aufgestockt – vorbehaltlich der Prüfung des Kartellgerichts.

Eine Übernahme, die den CulturBrauern, einem Zusammenschluss von acht Privatbrauereien aus sechs Bundesländern (aus NÖ Schremser und Zwettler) sauer aufstößt. Vor allem, weil die BrauUnion einen Marktanteil von 50 Prozent hält. „Das große Problem daran ist ein prinzipielles: Dass groß immer größer wird, dass marktbeherrschende Situationen genutzt und ausgebaut werden“, erklärt Karl Trojan, Geschäftsführer der Privatbrauerei Schremser und aktueller CulturBrauer-Sprecher. „Ein Konzern wie Heineken kauft sich nicht nur Brauereien, sondern auch Gastronomie-Marktplätze und Handelsstruktur.“. Dabei wären es gerade die kleinen Brauereien, die regionale Produkte für ihre Biere zukaufen würden.

„Die BrauUnion hat in allen bisher geführten Gesprächen stets betont, den Standort der Brauerei und die Marke Fohrenburg weiter stärken zu wollen“, heißt es von der BrauUnion. Am Standort in Bludenz wolle man die Produktionskapazität auslasten und steigern. Neue Kundengruppen würden außerdem den Bludenzer Standort stärken.