Erhebliche Preiserhöhung bei lebensnotwendigen Waren. Eine Auswertung zur Preisentwicklung aus dem Corona-Krisenjahr 2020 zeigt deutlich auf: Genau jene Produkte, die von den Menschen ganz besonders benötigt wurden, sind deutlich teurer geworden.

Von Redaktion NÖN.at und Redaktion BVZ.at. Erstellt am 05. Februar 2021 (14:11)
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Fleisch (4,5 Prozent) und Obst (4,6 Prozent) etwa stiegen drei Mal so hoch wie die Inflation (1,4 Prozent). AK Niederösterreich-Präsident Markus Wieser fordert daher eine rasche Entlastung: „Durch die Krise haben hunderttausende Menschen geringere Einkommen. Sie treffen diese Steigerungen ganz besonders. Daher muss rasch ein 1.000 Euro-Gutscheinheft für jeden Haushalt umgesetzt werden, zur Einlösung in der regionalen Wirtschaft. Denn Kaufkraftsteigerung ist ein wichtiger Beitrag, um diese Krise zu bewältigen.“

Während sich die durchschnittliche Teuerungsrate bei 1,4 Prozent bewegte, kletterte der Verbrauchspreis für Strom (plus 6 Prozent) und die Mieten (plus 4,1 Prozent) im Vorjahr deutlich nach oben, so die Daten der Statistik Austria. Die Preise für einen durchschnittlichen Warenkorb des täglichen Bedarfs waren 2020 fast doppelt so hoch (plus 2,6 Prozent) wie die Inflation. Dabei handelt es sich um jene Grundbedürfnisse, die jedenfalls gebraucht werden und deren Steigerungen ganz besonders jene mit einem geringen Einkommen treffen.

Wieser fordert daher eine umgehende Entlastung der Haushalte. 100 Gutscheine zu je 10 Euro sollen rasch nach dem Lockdown-Ende regional und bis Ende 2021 eingelöst werden können. Damit ist sichergestellt, dass die Wertschöpfung in der Region und im Land bleibt. Es profitieren davon auch die Unternehmen aus dem Bereich Handel oder Dienstleistungen bis hin zur Gastronomie. Kaufkraftsteigerung ist ein wesentlicher Beitrag, um dieser Krise gegenzusteuern. Es muss daher in höchstem Interesse der Bundesregierung sein, dieses Gutscheinheft zum Wohle aller Beteiligten umzusetzen und damit die Situation zu entspannen“, so Wieser.