Thomas Salzer: "Image der Lehre bessert sich“. Thomas Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung NÖ, sprach mit der NÖN.

Erstellt am 23. Januar 2018 (00:55)
Bruckner

NÖN: Sie fordern immer wieder in Richtung Bundesregierung tiefgreifende Reformen und Entbürokratisierung. Denken Sie, dass sich bei der neuen Regierung hier etwas bewegt?

Thomas Salzer: Die angekündigten Maßnahmen zur Arbeitszeitflexibilisierung sind dringend notwendig. Jetzt müssen die Regierungspartner zeigen, dass sie es ernst meinen mit einem wettbewerbsfähigen Standort.

Das Thema Fachkräftemangel wird immer als großes Problem der Unternehmen genannt. Initiativen dagegen gibt es viele. Haben Sie den Eindruck, dass sich das Image der Lehre wandelt?

Salzer: Das Image bessert sich langsam. Die Lehrausbildung in der Industrie hat ein hohes Niveau, deswegen brauchen wir junge Leute, die engagiert sind und sich laufend weiterbilden möchten. Dieser Karriereweg macht sich auch bezahlt.

Als relativ neuer Präsident der IVNÖ haben Sie 2016 gesagt, dass eine der Herausforderungen für die Politik der richtige Umgang mit der Flüchtlingssituation sein wird. Ist das gelungen?

Salzer: Es gibt noch viel zu tun. Wir müssen stärker daran arbeiten, Flüchtlinge rasch in den Arbeitsmarkt zu bekommen. Die Fachkräfteverordnung ist ein wichtiges Mittel, aber ohne Regionalisierung greift sie zu kurz.

Sie sind jetzt seit gut zwei Jahren Präsident der Industriellenvereinigung NÖ. Ihr Zwischenfazit?

Salzer: In dieser Zeit hat sich viel getan in NÖ. Kürzlich kam es zu Erleichterungen bei Betriebsanlagengenehmigungen, und es gibt viele Projekte rund um die Digitalisierung, bei denen die IVNÖ involviert ist.