In Ostösterreich sinkt Strompreis - Gesamtrechnung gleich oder höher. Bei Kunden von EVN und Wien Energie ist mit 1. Juli der reine Strompreis, der sogenannte Energieanteil, gesunken. Die Gesamtrechnung für Haushaltskunden ist aber bei der EVN gleich geblieben und bei der Wien Energie um 1,4 Prozent gestiegen, hieß es am Mittwoch.

Erstellt am 18. Juli 2012 (14:16)
Das neue Ökostromgesetz sieht vor, dass die Kosten für die Förderung erneuerbarer Energieträger vom Energiepreis auf den Netzpreis umgebucht werden. An sich sollte diese Neuberechnung kostenneutral sein - für alle Kunden der Stromfirmen zusammen. Es zeichnet sich aber ab, dass die Haushalte dadurch im Schnitt höhere Gesamtkosten haben werden: Auch Stromkunden in westösterreichischen Bundesländern haben seit 1. Juli zwar niedrigere Energiepreise, aber höhere Gesamtkosten auf ihrer Stromrechnung.

Am Mittwoch hat auch der Verbund in einer Aussendung eine Senkung des Strompreises um etwa fünf Prozent bekannt gegeben. Hier gibt es keine Netzkosten, die im Gegenzug steigen könnten, da diese über die regionalen Versorger abgerechnet werden.

Für einen durchschnittlichen Haushaltskunden der Wien Energie (Verbrauch von 2.500 kWh im Jahr) steigt die Jahres-Stromrechnung damit um 1,4 Prozent, während der reine Energieanteil um 4,2 Prozent gefallen ist. Bei der EVN ist der Energiepreis für einen Durchschnittskunden (3.500 kWh) seit Ende 2011 um 7,2 Prozent gefallen, die gesamte Rechnung hat sich um zwei Euro (0,003 Prozent) verringert.