Industrie-NÖ kämpft mit offenen Lehrstellen. Wenige Bewerbungen und fehlende Qualifikationen bei Lehrlingen sorgen für offene Stellen in den Industriebetrieben Niederösterreichs.

Von Jakob Selinger. Erstellt am 14. September 2021 (09:55)
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Wenige Bewerbungen und nicht entsprechende Qualifikation führen in vielen Betrieben zu offenen Lehrstellen.
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Die NÖ-Industrie kämpft mit offenen Lehrstellen. Derzeit bilden rund 220 Betriebe über 2600 Lehrlinge aus. Laut einer Umfrage der WKNÖ für die Sparte Industrie bezeichnen mehr als die Hälfte es als schwierig offene Lehrstellen zu besetzen.

Neben zu wenigen Bewerbungen sind nicht entsprechende Qualifikationen der Bewerberinnen und Bewerber ein weiterer Grund für die offenen Stellen. „Gerade Jugendliche, die von den Polytechnischen Schulen kommen, wird von den Betrieben ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt“, sagt Industrie-Spartenobmann Helmut Schwarzl. Auch HTL-Abbrecher seien sehr gefragt, weshalb die Aufstiegserleichterungen in Schulen im letzten Jahr von Schwarzl wenig begrüßt werden. Er plädiert stattdessen für „eine wirklich leistungsgerechte Benotung. Das ist eine Frage der Vorbereitung auf das künftige Berufsleben, wo ja auch die Leistung zählt, und es ist eine Frage der Fairness. Das wollen auch die jungen Menschen.“