Insolvenzanträge gegen Hotel Panhans. Gegen das traditionsreiche Hotel Panhans auf dem Semmering seien Insolvenzanträge eingebracht worden, berichtete das "WirtschaftsBlatt" in seiner Freitag-Ausgabe. Banken hätten aushaftende Kredite fällig gestellt. Man dürfe keine Auskünfte geben, hieß es beim Landesgericht Wiener Neustadt. Ein Verfahren sei jedenfalls nicht eröffnet.

Erstellt am 27. Juli 2012 (14:56)

Laut Wolfgang Hrobar, Chef-Gläubigerschützer des Alpenländischen Kreditorenverbandes (AKV), hat am Donnerstag die Bank Austria die Insolvenz des Hotelunternehmens beantragt, so das "WirtschaftsBlatt". Die Bank hätte Kredite von 835.000 bzw. 1,39 Mio. Euro fällig gestellt. Dazu kämen rund 700.000 Euro, die bei anderen Gläubigern aushaften und eine Bedienung der Banken verhindert hätten. "Die Mitarbeiter haben seit zwei Monaten kein Entgelt mehr bekommen", wurde Hrobar außerdem zitiert.

Die Raiffeisenbank Niederösterreich-Süd Alpine wiederum sei höchst interessiert daran, dass das Panhans mit seinen 75 Mitarbeitern weitergeführt werde. Es gehe um ein Fortführungskonzept, grundsätzlich sei dies auch aus einer Insolvenz heraus möglich, so Obmann Helmut Tacho. Darüber herrsche auch mit dem Land Niederösterreich einvernehmen. Eine Entscheidung über das Konzept "muss es in den nächsten Arbeitstagen geben".