Druckerei Ueberreuter: Sanierungsplan angenommen. Die Mehrheit der Gläubiger hat heute am Landesgericht Korneuburg den von der Ueberreuter Print & Packaging GmbH vorgelegten Sanierungsplan angenommen. Das gab der Kreditschutzverband KSV1870 heute bekannt.

Von Anita Kiefer. Update am 21. Juni 2017 (12:39)
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Symbolbild

Die im von der Ueberreuter Print & Packaging GmbH (Sitz: Korneuburg) vorgelegten Sanierungsplan vorgesehene 20-prozentige Barquote wird an die Gläubiger ausgeschüttet. Diese erliege bereits treuhändig beim Insolvenzverwalter.

„Insolvenzverfahren wird relativ rasch aufgehoben werden“

„Damit wird das Insolvenzverfahren relativ rasch aufgehoben werden. Das Unternehmen ist dann wieder eigenverantwortlich“, erklärt Alexander Klikovits, Leiter der Abteilung Unternehmensinsolvenz NÖ/Burgenland beim Kreditschutzverband KSV 1870.

Die Quote wird durch Einschüsse von der Eigentümerseite mitfinanziert. Forderungen zum Insolvenzverfahren haben insgesamt 266 Gläubiger – davon 85 Dienstnehmer – angemeldet.

Laut KSV1870 beträgt die Summe der anerkannten Gläubigerforderungen 5,3 Millionen Euro. Unrentable Unternehmensbereiche wurden in den vergangenen drei Monaten bereits geschlossen, heißt es von Geschäftsführer Matthäus Salzer gegenüber der NÖN. 30 Mitarbeiter mussten das Unternehmen jetzt verlassen, am Standort Korneuburg arbeiten damit aktuell 50 Mitarbeiter.

Ende März wurde über die Ueberreuter Print & Packaging GmbH mit Sitz in Korneuburg ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Als Ursachen dafür wurden Kostendruck in einem schwierigen Marktumfeld und ein daraus resultierender Umsatzrückgang vom Unternehmen angegeben.