Jugendforscher Bernhard Heinzlmaier im Gespräch. Bernhard Heinzlmaier ist Sozialwissenschaftler und Jugendforscher.

Von Lisa Röhrer. Erstellt am 11. Februar 2020 (01:26)
Bernhard Heinzlmaierist Sozialwissenschaftler undJugendforscher.Wilke/Wien
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NÖN: Laut Lukas Sustala sind die Millennials die erste Generation seit der Nachkriegszeit, die es nicht besser hat als ihre Eltern. Wie sehen Sie diese Theorie?

Bernhard Heinzlmaier: Der Analyse Sustalas ist zu 100 Prozent zuzustimmen. Die zwischen 1980 und 1995 Geborenen waren die Ersten, die das Gefühl hatten, dass auf sie niemand gewartet hat. Die meisten Arbeitsmärkte hatten sich in Nachfragemärkte verwandelt, das Angebot an Arbeitskräften war größer als die Nachfrage – auch für höhere Bildungsabschlüsse.

Wie werden die Millennials beschrieben?

Heinzlmaier: Als adaptiv-pragmatisch, postidealistisch und nutzenorientiert. Es gilt Aufstieg durch Anpassung. Und sie sind leicht manipulierbar.

Setzen sich Millenials weniger stark für ihre eigenen Interessen ein als frühere Generationen?

Heinzlmaier: Es ist nicht das Problem der fehlenden Lobby, die Marktlage ist schlecht.