Elk baut aus und will wachsen. Fertighaushersteller konzentriert Produktion und will Onlinekonfigurator etablieren.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 20. November 2018 (02:00)
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Die Fertighausproduktion von Elk in Schrems.

Der Fertighausproduzent Elk, der am Fertighaus-Markt in Österreich rund 20 Prozent Anteil hält, konzentriert seine Produktionsstandorte. Das heißt im Klartext: Im niederösterreichischen Schrems (Bezirk Gmünd), wo der Firmensitz des Unternehmens ist, werden ab 2019 ausschließlich Fertigteilhäuser produziert.

Am tschechischen Standort Planá wird die Hausproduktion heruntergefahren – hier werden künftig nur Fenster und Türen produziert werden. „In Tschechien haben wir sehr beengte Platzverhältnisse, dort hätten wir überproportional hohe Investitionen tätigen müssen“, erklärt Elk-Geschäftsführer Thomas Scheriau diese Konzentration. Investiert wurden bereits 1,5 Millionen Euro in Schrems, weitere drei Millionen Euro sollen folgen.

Elk
Thomas Scheriau, Geschäftsführer der Elk Fertighaus GmbH.

Mit diesen Schritten werden in Schrems 70 Arbeitsplätze geschaffen – die bis Mitte des kommenden Jahres besetzt sein sollen. Mit dieser Konzentration der beiden Standorte auf die Kernkompetenzen hat Elk künftig die Kapazität, pro Jahr 1.500 Häuser in Schrems zu produzieren. „Tatsächlich werden rund 1.000 Häuser produziert.“

Ein durchschnittliches Elk-Haus kostet übrigens rund 180.000 Euro – ohne Keller. 60 Prozent der Elk-Häuser werden belagsfertig verkauft, 40 Prozent schlüsselfertig.

Aktuell wird neben den genannten Produktionskonzentrationen auch an einer neuen Onlinekonfiguration gearbeitet. Mit dieser kann der Kunde sein Elk-Haus in verschiedenen Teilen zusammenbauen. Diese Konfiguration wird Ende des ersten Quartals 2019 auf der Website zur Verfügung stehen – kostenlos und frei verfügbar. „Wir haben keine Geheimnisse, auch nicht vor dem Mitbewerb. In der Blauen Lagune (Musterhauspark in Vösendorf, Anm.) wird zeitgleich ein neues Musterhaus eröffnet“, sagt Scheriau.

Was den Umsatz für das laufende Jahr angeht, schaue es „sehr gut aus“, betont Scheriau. Für 2018 rechnet er mit einem Auftragswert von rund 170 Millionen Euro.