Geld für Start-ups aus Forschung. Der Venture Capital Fonds „IST Cube“ liefert 40 Millionen Euro für Start-ups aus F&E.

Von Norbert Oberndorfer. Erstellt am 17. Februar 2021 (03:51)
Das Land stellt 3,5 Millionen Euro im Venture Capital Fonds „IST Cube“ für akademische Startups und Ausgründungen bereit.
Unsplash

Das Land fördert mit einem 3,5 Millionen-Anteil an dem 40 Millionen Euro hohen Venture Capital (VC) Fonds „IST Cube“ des Institute of Science and Technology (IST Austria) in Klosterneuburg akademische Ausgründungen (engl. Spin-offs). Ziel sei es, eine Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu bauen und Wissenschaftler mit einer Gründungsidee zu unterstützen, sagt Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger. Seit Beginn der landeseigenen VC-Initiative 2016 gebe es bereits 94 Spin-offs. Rund 500 hochqualifizierte Arbeitsplätze wurden so geschaffen.

„Wir wollen in den nächsten vier bis sechs Jahren 30 bis 40 neue Investments tätigen“, sagt Geschäftsführer Markus Wanko von „IST Cube“. Bisher hat der Fonds in acht Start-ups aus den Bereichen Medizin, Biotechnologie, IT und Displaytechnologie von österreichischen Universitäten und dem IST Austria investiert. Als strategisches Ziel wolle Wanko „eine Managementgesellschaft“ etablieren, „die auch langfristig Fonds auflegen kann“.

Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) will wissenschaftliche Spin-offs fördern.
Marschik

Neben dem Land, dem Austria Wirtschaftsservice des Bundes und Europäischen Investitionsfonds investieren rund zwanzig private Investoren in den Fonds, darunter die Vienna Insurance Group und die Mitterbauer-Beteiligungs-AG. Für Wissenschaftsminister Heinz Faßmann stelle das zu geringe Risikokapital „eine der großen Schwächen in Österreich“ dar.

Der „IST cube“ sei hier ein wesentlicher Baustein. Es freue ihn, dass der Fonds offen für alle Forschungseinrichtungen sei, das sei „nicht nur Lokalkolorit, sondern österreichisches Denken“. Faßmann plädierte dafür, eine Kultur des Scheiterns zur Normalität zu machen: „Es wird nicht jedes Spin-off überleben, aber man soll es wagen.“