365-Euro-Ticket in NÖ nicht vor 2020. Niederösterreichs SPÖ wird bis zum Herbst ein Konzept für ein billiges Jahresticket erstellen.

Erstellt am 12. Juni 2018 (14:48)
APA
Franz Schnabl

Die SPÖ-Ostachse mit Niederösterreichs Vizelandeshauptmann Franz Schnabl, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig und Burgenlands Landeschef Hans Niessl hat sich auf ein 365-Euro-Jahresticket für die Ostregion eingeschworen. Aber die Niederösterreicher werden sich dabei nach NÖN-Informationen zumindest bis 2020 gedulden müssen.

Denn mit dem Beschluss des Budgets in dieser Woche im Landtag ist der Zug für das kommende Jahr abgefahren. Darin ist für ein derartiges Projekt nichts vorgesehen. Seitens des Verkehrsverbundes Ostregion wird mit Kosten für ein 365-Euro-Ticket von 500 Millionen Euro gerechnet.

SPÖ will bis zum Herbst ein Konzept erstellen

Im ÖVP-SPÖ-Arbeitsabkommen aus dem März dieses Jahres ist der Plan eines 365-Euro-Jahrestickets paktiert worden. Das ist der Trumpf von Schnabls SPÖ. Allerdings ist auch vereinbart, dass die Sozialdemokraten dazu einen Vorschlag erstellen müssen.

Diese Erstellung eines Konzepts für ein 365-Euro-Jahresticket werde bis Herbst dieses Jahres erfolgen, wurde der NÖN im Büro von Vizelandeshauptmann Schnabl erklärt. Dann soll es darüber Parteiengespräche vor allem auch mit  der ÖVP geben. Das Projekt werde daher frühestens mit dem Budget 2020 wirksam, wird von Seiten der SPÖ erläutert. 

Allerdings kündigen sich auch bis dahin massive Probleme bei der Einführung an. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) hat dem 365-Euro-Ticket im „Kurier“ bereits eine Absage erteilt.

Grüne machen Verzicht auf City-Maut von Ticket abhängig

Die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) ist am Montag von ihren Plänen für eine Citymaut für Autofahrer in Wien abgerückt. Bedingung war aber die Einführung des 365-Euro-Tickets nicht nur in Wien, wo es dieses schon gibt.