AKNÖ ehrt engagierte Lehrlinge. Fünf Lehrlinge haben heute den Josef-Staudinger-Preis 2019 erhalten.  Die AK Niederösterreich zeichnet damit Jugendliche für ihr Engagement und ihre Leistungen in Ausbildungseinrichtungen der Überbetrieblichen Lehrausbildung (ÜBA) aus.

Von NÖNat Online-Team. Erstellt am 02. Mai 2019 (15:14)
Kromus/AK NÖ
Josef-Staudinger-Preis 2019: Die AK Niederösterreich zeichnete im Beisein von Vertretern des ÖGB NÖ, des AMS und anderen Partnerorganisationen ÜBA-Lehrlinge aus. Den fünf PreisträgerInnen winkt eine Studienreise nach Berlin.

Die Auszeichnungen wurden durch AK-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzenden Markus Wieser überreicht. "Die Überbetriebliche Ausbildung ist ein Erfolgsmodell, dass jungen Menschen Zukunftsperspektiven ermöglicht und dabei hilft, dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Und eines ist klar: Diese überbetrieblichen Lehrplätze müssen beibehalten werden“, so Wieser bei der Preisverleihung im BFI Wiener Neustadt.

Bereits zum zwölften Mal wurde der Preis, der nach dem ehemaligen AK-Präsidenten Josef Staudinger benannt ist, verliehen. Er ist eine Auszeichnung für Lehrlinge, die durch besondere Leistungen aufgefallen sind und außergewöhnliches Engagement zeigen. „Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist der Schutz vor Arbeitslosigkeit“, sagte AK-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser bei der Preisverleihung in der Josef Staudinger Bildungsakademie in Wiener Neustadt.

Die prämierten Jugendlichen haben aufgrund des Lehrstellenmangels keine Lehrstelle in einem Betrieb, sondern in einem überbetrieblichen Lehrgang bekommen.  Bis vor einigen Jahren gab es für diese Jugendlichen keine Möglichkeit, ihre Leistungen, etwa bei Lehrlingswettbewerben, öffentlich zu präsentieren. Daher wurde der Staudinger-Preis ins Leben gerufen, der im Jahr 2008 erstmals vergeben wurde.

Die Direktorin der AK Niederösterreich, Bettina Heise, hob hervor, dass die Überbetriebliche Lehrausbildung zudem die Chance eröffnet, einen Beruf in jenem Bereich zu erlernen, für den man auch talentiert ist: „Besonders freut es mich, dass diesmal alle drei ausgezeichneten weiblichen Preisträgerinnen sich für eine Lehre entschieden, die nicht als typische Frauenberufe gelten“, so Heise.

14.500 Jugendliche ausgebildet

Einen Ausbildungsvertrag haben die ÜBA-Teilnehmer in Trägereinrichtungen wie beim BFI, Praktika absolvieren sie in Partnerbetrieben oder Lehrwerkstätten und besuchen die Berufsschule. Nach der Ausbildung können sie die Lehrabschlussprüfung ablegen und sind Facharbeiter. Seit Einführung der Überbetrieblichen Ausbildung im Jahr 1998 wurden rund 14.500 Jugendliche ausgebildet, der Staudinger-Preis wurde bislang 69 Mal verliehen. Traditionell wartet auf die Preisträger eine dreitägige Studienreise, die sie diesmal nach Berlin bringt.