Joboffensive beim Maschinenring. Österreichweit arbeiten rund 30.000 Personen beim Maschinenring. Und das in über 300 verschiedenen Berufen, vom Winterdienst-Mitarbeiter bis zum Büroangestellten. In einer Kampagne, die jetzt ausgerollt wird, wirbt der Maschinenring um neue Mitarbeiter.

Von Eva Hinterer. Erstellt am 11. Juni 2019 (11:45)

"Wir brauchen viele Arbeitskräfte und stehen dabei im Wettbewerb mit vielen anderen Arbeitgebern", sagt Johann Bösendorfer, Landesobmann des Manschinenring NÖ-Wien und auch Bundesobmann für Österreich.

„In den Gründungsjahren um 1960 wollten wir ursprünglich den Landwirten die Möglichkeit bieten, ein Zusatzeinkommen zu erwirtschaften, indem sie für andere landwirtschaftliche Betriebe arbeiten,“ erklärt Gernot Ertl, Landesgeschäftsführer: „Seither haben wir viele zusätzliche neue Jobmöglichkeiten geschaffen, die nicht nur Bauern und Bäuerinnen offenstehen, sondern allen Menschen am Land: Sei es in den ‚Service‘-Bereichen (Winterdienst, Baummanagement, Grünraumdienst, Gartengestaltung, Forst & Energie, Objektbetreuung & Reinigung), in der Landwirtschaft oder im Bereich Maschinenring Personalleasing (z.B. Bau, Holzbearbeitung, Metallbearbeitung, industrielle Fertigung, Transport, Logistik, Handel und Tourismus sowie sonstige Berufsfelder).“ 

200 Angestellte in 18 regionalen Geshäftsstellen

Zusätzlich sind rund 200 Angestellte in den 18 regionalen niederösterreichischen Geschäftsstellen beschäftigt. Sie arbeiten in den Bereichen Vertrieb, Disposition, Kundenbetreuung, Verrechnung, Buchhaltung, Controlling, Organisation, Marketing sowie Management.

Eigene Lehre beim Maschinenring

Um eigene Fachkräfte heranzuziehen bildet der Maschinenring auch selbst Lehrlinge aus: Im Rahmen einer zweijährigen Lehre zur "Wirtschafts- und Agrarfachkraft" werden die Teilnehmer in den Kernbereichen Agrar, Service und Personalleasing sowie in landwirtschaftlichen Tätigkeiten und im Handwerk geschult. Acht Teilnehmer sind aktuell in dem Programm, im Juni startet bereits der nächste Lehrgang. Bis zu zwölf Teilnehmer können pro Durchgang mitmachen.

Besonders im Bereich Personalleasing ist im Vorjahr die Nachfrage stark gestiegen, wie Gernot Ertl informiert. "Die Kunden werben uns zudem unsere Dienstnehmer oft wieder ab." Nachsatz: "Es ist nicht so einfach, bei der Arbeitskräfteüberlassung Leute ans Unternehmen zu binden."

Winterdienst als Umsatzbringer

Im Bereich Service erzielt der Maschinenring 50 Prozent seines Umsatzes mit dem Winterdienst. Beim Service ist das vorbeugende Naturmanagement ein wachsendes Segment. Hier werden etwa Leute für Wildbach-Begehungen oder die Pflege von Wanderwegen benötigt. "Im Winterdienst haben wir vorwiegend Landwirte variabel eingesetzt, aber wir brauchen für das Service auch fixe Dienstnehmer mit Fachwissen für Spezialjobs", sagt Ertl.

Personalchefin Michaela Dietrich sagt, dass der Maschinenring aufgrund seiner regionalen Struktur auch viele Jobs in den Regionen anbieten kann. Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen sowie Weiterbildungsangebote machten den Maschinenring zu einem attraktiven Arbeitgeber.

Maschinenring: NÖ-Ergebnisse 2018

Der Maschinenring Niederösterreich-Wien zählt mit 83,75 Mio. Euro Gesamt-Wirtschaftsleistung zu den erfolgreichsten Unternehmen in Niederösterreich.

  • Der Bereich „Service“, zu dem die Dienstleistungssparten Winterdienst, Grünraumpflege, Gartengestaltung, Forst & Energie, Baummanagement sowie Reinigung & Objektbetreuung zählen, brachte für den Maschinenring auch 2018 ein Rekordergebnis:
    Der Umsatz von rund 37,2 Mio. Euro (vgl. 2017: 34,32 Mio. Euro), zeigt, wie wichtig professionelle, persönliche Kundenbetreuung ist. Stammkunden, darunter  auch namhafte Großkonzerne im Lebensmitteleinzelhandel sowie in der Möbelbranche, zählen auf den Maschinenring. Der Winterdienst ist und bleibt die umsatzstärkste Service-Dienstleistung. Auch die weiteren Servicebereiche wie bspw. Grünraumpflege, Baummanagement sowie Forst und Energie konnten im Jahr 2018 eine ausgezeichnete Auftragslage verzeichnen. 
  • Bereich Agrardienstleistungen
    : Das Geschäftsvolumen im Bereich Agrar war 2018 mit einem Umsatz von 28,75 Mio. Euro im Vergleich zu 2017 gleichbleibend bzw. leicht steigend. 
  • Bereich MR Personalleasing: Mit einem Jahresumsatz 2018 von 17,80 Mio. Euro (vgl. 2017: 14,60 Mio. Euro) untermauert der Maschinenring Niederösterreich-Wien seine Bedeutung im Bereich Personalleasing. Dabei profitiert der Maschinenring von der regionalen Verwurzelung und den guten persönlichen Kontakten zu den DienstnehmerInnen und Kunden.