Kein Interesse an Griechenland- Investment. Die griechische Regierung will bis zum Jahr 2015 mindestens 50 Mrd. Euro aus dem Verkauf von Staatsbetrieben einnehmen, auf Geld von Österreichs teilstaatlichen Unternehmen dürfen sie dabei aber nicht hoffen. Verbund, OMV, Telekom Austria, ÖBB und Asfinag haben bei einem APA-Rundruf unisono abgewunken.

Erstellt am 28. Juli 2011 (10:32)

Die griechische Regierung will bis zum Jahr 2015 mindestens 50 Mrd. Euro aus dem Verkauf von Staatsbetrieben einnehmen, auf Geld von Österreichs teilstaatlichen Unternehmen dürfen sie dabei aber nicht hoffen. Verbund, OMV, Telekom Austria, ÖBB und Asfinag haben bei einem APA-Rundruf unisono abgewunken.

Verbund-Chef Wolfgang Anzengruber erklärte auf die Frage nach einem möglichen Griechenland-Engagement, es sei nichts geplant. Eine Absage kommt auch von der OMV. "Griechenland ist derzeit nicht im Fokus unseres Interesses", so das Mineralölunternehmen.

Von Seiten der Telekom Austria hieß es, man habe von der staatlichen Telekomgesellschaft OTE weder Unterlagen erhalten noch habe man Interesse an dem Unternehmen. Dabei hatte es vor fünf Jahren so ausgesehen, als würde die OTE bei der Telekom einsteigen. Angeblich waren die Gespräche damals schon sehr weit fortgeschritten.

Ein klares Nein kommt von den ÖBB. Ein Einstieg in Griechenland sei überhaupt kein Thema, der Focus der Bahn liege auf der Sanierung des Unternehmens. Die staatliche Autobahngesellschaft Asfinag denkt auch nicht daran, Beteiligungen in Griechenland einzugehen. Man könne sich aber vorstellen, Beraterleistungen anzubieten, so Asfinag-Sprecherin Klaudia Niedermühlbichler.