Flugbetrieb am Flughafen Wien kommt zum Erliegen. Nach der Ankündigung von AUA und Laudamotion wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst keine Linienflüge mehr durchzuführen, wird der Regulärbetrieb des Flughafens Wien weiter heruntergefahren. Der Airport selbst geht davon aus, dass der Linienflugbetrieb weitgehend zum Erliegen kommt, wie Flughafen-Sprecher Peter Kleeman sagte.

Von APA, Redaktion. Update am 17. März 2020 (16:01)
Der Flughafen hat bis zu minus 80 Prozent Passagierrückgang
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Gänzlich geschlossen wird der Flughafen aber nicht. Für Frachtflüge und Rückholaktionen des Außenministeriums werde ein Notbetrieb aufrechterhalten, Airline könnten auch ihre Linienflüge weiter durchführen, betonte der Sprecher.

Im Radio sagte Kleemann: "Derzeit verzeichnen wir starke Passagierrückgänge von minus 70 bis minus 80 Prozent bei weiter stark fallender Tendenz und wir gehen davon aus, dass der Linienflugbetrieb am Flughafen Wien weitgehend zum Erliegen kommen wird." Frachtlüge wie auch Rückholcharter der AUA seien weiter möglich. "Der Flughafen steht weiter zur Verfügung. Die Lieferung von dringend benötigten Gütern, von Medikamenten, von Waren, um die Versorgungsstabilität des Landes aufrecht zu erhalten, wird weiter möglich sein", so Kleemann.

In einer Aussendung erklärte man, der Flughafen Wien sei auf dem Weg in den "Notbetrieb". Nichtsdestotrotz werde der Betrieb als Teil der kritischen Infrastruktur "im erforderlichen Ausmaß aufrechterhalten". Auch das General Aviation Center bleibe für Flüge mit Privatjets in Betrieb.

City Airport Train ab Donnerstag ausgesetzt

Angesichts der massiven Reduktion des Flugbetriebs am Flughafen Wien wird ab Donnerstag auch der City Airport Train (CAT) vorläufig eingestellt. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Fahrgäste, die bereits ein CAT-Ticket gebucht haben, können das Ticket nach Wiederinbetriebnahme einlösen. Es verliere die Gültigkeit nicht, hieß es. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu minimieren, werden mit dem Betriebsrat auch bereits Gespräche bezüglich Kurzarbeit geführt.

Aktuell gelten Landeverbote für Flüge aus China, Frankreich, Iran, Italien, Schweiz, Spanien, Südkorea und ab Mittwoch auch für Großbritannien, die Niederlande, Russland und die Ukraine. Flüge aus diesen Ländern dürfen nicht mehr in Wien landen. Die japanische Airline ANA erklärte indes, ihre Flüge zwischen Tokio und Wien bis zum 24. April aufrechtzuerhalten. Auch Deutschland will die ANA weiteranfliegen.