Land NÖ: "Herber Schlag für Wirtschaftsstandort". Angesichts der Pläne des Kika/Leiner-Eigentümers zu Schließung von Standorten und Personalabbau haben die ÖVP-Landesräte Petra Bohuslav und Martin Eichtinger von einem "herben Schlag für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich und vor allem für die hunderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kika/Leiner-Gruppe" gesprochen.

Von APA Red. Erstellt am 16. August 2018 (20:00)
Franz Gleiß
Petra Bohuslav

"Jetzt ist es wichtig, dass wir den Betroffenen helfen. Daher haben wir unverzüglich mit dem Eigentümer Kontakt aufgenommen. Ziel muss sein, dass es für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer annehmbare Lösungen gibt. Wir stehen im Rahmen unserer Möglichkeiten bereit", erklärte Arbeitsmarktlandesrat Eichtinger.

Es gehe auch darum, eine sinnvolle Nachnutzung für die aufzulassenden Standorte zu finden, hieß es in einer Aussendung. "Wir wissen, dass ein langer Leerstand von großen Flächen schlecht für die gesamte Umgebung ist. Daher habe ich die Expertise durch unsere Wirtschaftsagentur ecoplus angeboten", sagte Wirtschaftslandesrätin Bohuslav. "Wichtig ist, dass es zu keinen größeren negativen Auswirkungen für die jeweiligen Standorte kommt."

Schnabl: "alle Anstrengungen zur raschen Wiedervermittlung"  unternehmen

SPNÖ-Landesparteichef LHStv. Schnabl teilte in einer Aussendung am Donnerstagabend mit, wenige Monate nach der Übernahme von Kika/Leiner durch die Signa-Gruppe zeige sich nun ein "verheerendes Bild. Bis zu 500 Arbeitsplätze könnten möglicherweise alleine in Niederösterreich verloren gehen und stückweise würden Immobilien zu Geld gemacht".

Schnabl sah nun die Bundesregierung gefordert, mit den betroffenen Ländern, AMS und Sozialpartnerschaft Kontakt herzustellen und Lösungen herbeizuführen. Er forderte, dass "alle Anstrengungen zur raschen Wiedervermittlung" unternommen werden müssten. "Rudolf Leiner war ein Pionier der Werbung und hat seine Firma Leiner zu einer Möbelkette ausgebaut. Was jetzt geschieht, ist der Abgesang auf eine Marke, die St. Pölten und Niederösterreich eindrucksvoll geprägt hat", meinte Schnabl.