Väterbeteiligung an Kinderbetreuung wächst. Rund 18 Prozent der Väter in Niederösterreich beteiligen sich aktuell am Bezug des Kinderbetreuungsgeldes.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 19. September 2017 (01:41)
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Knapp jeder fünfte Vater beteiligt sich am Bezug des Kinderbetreuungsgeldes.

Die Beteiligung von Vätern am Bezug des Kinderbetreuungsgeldes wächst. Lag sie österreichweit 2014 noch bei 17 Prozent, sind es aktuell 19,4 Prozent. In NÖ liegt dieser Wert bei 18 Prozent (2014: 16 Prozent). Diese Zahlen hat das Familienministerium auf Anfrage der NÖN bekanntgegeben. Wie lang das Kinderbetreuungsgeld von Vätern bezogen wurde, dazu lägen keine Zahlen vor. Übrigens: Die Dauer der arbeitsrechtlichen Karenz muss sich nicht mit der Bezugslänge von Kinderbetreuungsgeld decken.

Bis 2018 soll der Anteil von am Kindergeldbezug beteiligten Männern auf 25 Prozent gesteigert werden, so das Ziel von VP-Familienministerin Sophie Karmasin. Ein Weg, Väterkarenz gesellschaftlich zu etablieren, sei der Papamonat, so eine Sprecherin von SP-Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner. „Eine wichtige Maßnahme wäre der Rechtsanspruch auf den Papamonat auch in der Privatwirtschaft. Junge Väter, die den Papamonat genutzt haben, gehen später häufiger in Karenz“, heißt es aus dem Büro der Ministerin. Denn verpflichtend ist der Papamonat nur im öffentlichen Dienst. Den Papamonat, offiziell Familienzeit genannt, haben im August 2017 49 Väter in NÖ in Anspruch genommen.