Koenig & Bauer mit weniger Verlust. Der deutsche Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) hat seine Verluste im ersten Halbjahr spürbar verringert und treibt den Konzernumbau voran. Für Jänner bis Juni stand in den Büchern ein Minus von 3,4 Mio. Euro, im Vorjahr waren es noch 10,6 Mio. Euro.

Von Redaktion APA. Erstellt am 12. August 2014 (16:39)
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NOEN, KBA
KBA führte dies in seinem am Dienstag veröffentlichten Halbjahresbericht neben besserer Geschäfte auch auf frühere Initiativen zur Kostensenkung zurück.

Für das zweite Halbjahr erwartet Vorstandschef Claus Bolza-Schünemann erste finanzielle Entlastungen aus der laufenden Neuaufstellung mit dem Abbau von 1.100 bis 1.500 Jobs, davon davon 385 an den niederösterreichischen Standorten in Maria Enzersdorf und Ternitz.

Der Umsatz legte in den ersten sechs Monaten um 3,1 Prozent auf rund 518 Mio. Euro zu. Zudem verbuchte der Konzern neue Aufträge im Wert von 456 Mio. Euro, das sind 2,6 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2013. Zuwächse im Wertpapier- und Spezialverpackungsdruck hätten dabei geringere Nachfrage in anderen Bereichen ausgeglichen, schrieb Bolza-Schünemann den Aktionären. Der Auftragsbestand schrumpfte binnen Jahresfrist aber um 15,5 Prozent auf knapp 499 Mio. Euro.

Anpassung der Kapazitäten an geschrumpften Markt

Die Branche ist wegen der eingebrochenen Nachfrage im Zeitungs-und Anzeigenbereich seit Jahren in der Krise. Mit einer Anfang des Jahres begonnenen weitreichenden Neuausrichtung will KBA seine Kapazitäten an den geschrumpften Markt anpassen und bis 2016 wieder nachhaltig profitabel sein.

Der Abbau von mehr als 700 Stellen in Österreich und Würzburg läuft, im sächsischen Radebeul sollen Mitte des kommenden Jahres 180 Jobs wegfallen. Ohne Ergebnis blieben bisher die Verhandlungen für Frankenthal in Rheinland-Pfalz, wo 190 Stellen auf der Kippe stehen. Aktuell beschäftigt der Konzern gut 6.100 Menschen.

2013 hatten auch die hohen erwarteten Kosten für die Umstrukturierung den Konzern 153,7 Mio. Euro ins Minus gedrückt. "Im Gesamtjahr 2014 wollen wir ein ausgeglichenes Konzernergebnis vor Steuern (EBT) erreichen", kündigte Bolza-Schünemann an.