Mehr Hypo-Dividende für Land Niederösterreich. Die landeseigene Hypo Niederösterreich hat das Jahr 2016 mit 69,8 Mio. Euro Konzerngewinn abgeschlossen.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 07. März 2017 (12:01)
NOEN, zVg

Im Jahr davor standen wegen damaliger weiterer Heta-Abschreibungen unterm Strich nur 6,15 Mio. Euro in der Konzernbilanz. Für den Gewinnanstieg sorgte u.a. die Umschuldung der Anleihen der einstigen Hypo Alpe Adria (Heta).

Aus dem Gewinn der Hypo Niederösterreich AG wird an den Eigentümer für 2016 eine Dividende von 7 Mio. Euro (Vorjahr: 2 Mio. Euro) überwiesen.

Die Hypo NÖ hat mit ihrer Bilanz 2016 das Kapitel Heta-Anleihen abgeschlossen, heißt es von der Bank - und diesmal mit Auflösungen von Wertberichtigungen. Ihre Heta-Anleihen von 225 Mio. Euro hat die Hypo NÖ in Zerobonds des Kärntner Ausgleichszahlungsfonds (KAF) getauscht. Alle KAF-Nullkuponanleihen wurden noch im Dezember 2016 verkauft.

Heta-Gläubiger wie die Hypo Niederösterreich, die den Umtausch ihrer Papiere gewählt haben, hatten eine Behaltefrist bis Dezember abzuwarten. Dann konnten sie die Papiere an den Fonds zurückverkaufen. Weil die Heta-Papiere nach den vorherigen Abschreibungen mit niedrigeren Kursen in den Hypo-NÖ-Büchern standen, gab es mit der Veräußerung 2016 außerordentliche Erträge daraus. Die Heta-"Zuschreibungen" stellten bei der Hypo NÖ 2016 knapp 60 Mio. Euro des Vorsteuergewinns von 93,4 Mio. Euro. Ein Jahr davor lag der Vorsteuergewinn bei 11,7 Mio. Euro.

Nach Angaben von Hypo-Niederösterreich-Chef Peter Harold wäre das Ergebnis auch ohne den Heta-Effekt über Plan gelegen. Es gebe mehr Dividende, wenngleich "nicht enorm" mehr, da man momentan Geld in der Bank lassen wolle. Die Kapitalquoten seien 2016 deutlich gestiegen, beim Kernkapital meldete die Hypo zum Ultimo 16,3 (13,4) Prozent.

Heuer im September Fusion der Landesbank mit Mutterkonzern

Heuer im September fusioniert die Retailbank Hypo NOE Landesbank AG mit der Mutter Hypo NOE Gruppe Bank AG, rückwirkend mit Jahresbeginn. Die "Gruppe" wird es nach Vollzug der Verschmelzung nicht mehr geben. Technisch soll die Fusion so abgewickelt werden, dass sich etwa für die Privatkunden auch die IBAN-Kontonummern nicht ändern. Für die Zusammenlegung gibt es seit dem Vorjahr die Grundsatzbeschlüsse. Es sollen Synergien gehoben werden, Kosteneinsparungen laufen schon länger. Was Stellenkürzungen anlangt, will die Bank mit der normalen Fluktuation auskommen. 2016 hatte die Hypo NÖ 896 Beschäftigte, ein Jahr davor waren es 923.

Investiert wird gerade in ein neues Electronic Banking, das heuer ausgrollt wird. An der Filialpräsenz - fünf der 26 Standorte liegen in Wien - soll sich nichts ändern. Auch mit dem Wien-Geschäft zeigte sich Harold sehr zufrieden. In weiten Teilen hat die Bank Finanzierungen vergeben, die niedrigen Wertberichtigungsbedarf haben. 2016 wurden neue Kredite über eine Milliarde Euro ausgereicht, das waren zu 43 Prozent Immobilienfinanzierungen, ein Drittel ging an die öffentliche Hand, 14 Prozent an Firmenkunden, und der Rest waren neue Ausleihungen an Kirchen, Interessenvertretungen und an Privatkunden. Die Kundeneinlagen legten von 3,26 auf 3,85 Mrd. Euro zu.

Die Hypo NÖ hat eine Ausfallshaftung des Landes Niederösterreich. Per Ende 2016 bestanden für beide Banken Landeshaftungen für begebene Emissionen, Einlagen und sonstige Emissionen von 3 Mrd. Euro. Ein Jahr vorher waren es noch 3,9 Mrd. Euro gewesen, wie aus dem Jahresabschluss hervorgeht.