Prämien steigen erneut . Die Finanzmarktaufsicht hat per 1. Jänner 2018 den Rechnungszinssatz für die private Krankenversicherung gesenkt. Prämien steigen dadurch um bis zu zehn Prozent.

Von Anita Kiefer. Erstellt am 12. Dezember 2017 (02:46)
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Ab Jänner steigen die Prämien für Neukunden einer privaten Krankenversicherung um bis zu zehn Prozent.

Wer eine private Krankenversicherung abschließen will, der sollte das schnell tun – am besten jetzt. Denn das niedrige Zinsniveau wirkt sich per 1. Jänner – wieder – auf die privaten Krankenversicherungen aus. Die Prämien werden nämlich teurer. Und zwar empfindlich – nämlich um bis zu zehn Prozent.

Der Grund: Die Finanzmarktaufsicht FMA hat den höchstzulässigen Rechnungszinssatz von 1,75 auf ein Prozent gesenkt. Darüber wurden die Versicherungen in einem Rundschreiben im Juli des Jahres informiert. Die Senkung des Rechnungszinssatzes betrifft alle Versicherungen in Österreich. 2016 wurde der Rechnungszinssatz zuletzt auf 1,75 Prozent gesenkt.

Teuerung betrifft alle Versicherer

Krankenversicherungen sind übrigens gefragt: Allein bei der Wiener Städtischen Versicherung gibt es in Niederösterreich aktuell 113.000 Personen, die eine private Krankenversicherung haben. Bestehende Verträge sind von der Erhöhung aber nicht betroffen, diese betreffen nur Neukunden, die ab 1. Jänner 2018 eine Versicherung abschließen.

„Ab 1. Jänner 2018 werden alle Tarife in der Krankenversicherung umgestellt, ausgenommen sind lediglich jene Tarife mit altersunabhängiger Prämie“, weiß Christian Kreuzer, Leiter der Unternehmenskommunikation bei der Wiener Städtischen. Eine Versicherung mit altersunabhängiger Prämie ist etwa die Auslandsreisekrankenversicherung.

Wer über den Abschluss einer privaten Krankenversicherung nachdenkt, sollte den Vertrag also noch im Dezember abschließen, um der Erhöhung zu entgehen. „Allerdings muss der Versicherungsbeginn der 1. 12. 2017 sein“, so Christian Kreuzer. Das heißt, dass für Dezember auch die erste Prämie zu bezahlen ist.