Die Zahlungsmoral steigt laut Studie. Der Kreditschutzverband KSV 1870 hat erhoben, wie es um das Zahlungsverhalten in Österreich steht.

Von Teresa Sturm. Erstellt am 29. August 2017 (00:05)
APA (dpa)
Symbolbild

Beinahe die Hälfte aller 2000 befragten Firmen gaben an, steigende Umsätze zu verzeichnen. Dies ergab eine im Juni vom Kreditschutzverband KSV 1870 durchgeführte Studie. Vor allem wurde nach dem Zahlungsverhalten der Kunden gefragt. 63 Prozent der Firmen schätzen ihre derzeitige Geschäftslage als positiv ein. Dieser Optimismus sei durch alle Unternehmensgrößen spürbar, sagt Ricardo-José Vybiral, Vorstand des KSV 1870.

Besonders Österreichs Gemeinden zahlen laut Studie sehr schnell. In manchen Bundesländern wird bis zu sieben Tage schneller gezahlt als noch im Jahr 2016. In niederösterreichischen Gemeinden liegt die Zahlungsdauer bei 32 Tagen, das sind drei Tage weniger als 2016. Zum Vergleich: Bei Privatpersonen in NÖ liegt man im Schnitt bei 17 Tagen, genauso wie im Vorjahr. Ebenso wurden Gründe des Zahlungsverzugs abgefragt. Ein knappes Drittel der Befragten schätzte, dass Rechnungen vorsätzlich nicht bezahlt werden.

Fast die Hälfte geht von einem Liquiditätsengpass als Grund aus.