700.000 Euro für regionale Beschäftigungsprojekte

Erstellt am 26. Januar 2022 | 13:23
Lesezeit: 3 Min
Symbolbild Arbeitslosigkeit
Ende Dezember waren in Österreich 475.435 Menschen ohne Arbeit, um 4,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Anzahl der vorgemerkten Arbeitslosen ist um 6,1 Prozent auf 417.514 gestiegen.
Foto: APA/DPA/JULIAN STRATENSCHULTE
Das Land Niederösterreich hat die Weiterfinanzierung von Projekten in den Regionen Waidhofen an der Ybbs, Hollabrunn und Mistelbach beschlossen.
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Im Rahmen der Regierungssitzung am Dienstag hat das Land Niederösterreich beschlossen, 700.000 Euro in drei regionale Beschäftigungsprojekte zu investieren.. Die Initiativen in den Regionen Waidhofen an der Ybbs, Hollabrunn und Mistelbach werden daher auch 2022 weiter vom Land teilfinanziert. Insgesamt erhalten die drei Beschäftigungsprojekte von Land und AMS Niederösterreich 2,6 Millionen Euro.

„Um auch nach längerer Zeit ohne Erwerbstätigkeit wieder für den Einstieg am ersten Arbeitsmarkt gerüstet zu sein, bedarf es oftmals individueller und gezielter Unterstützung. Beschäftigungsprojekte haben das Ziel, Menschen zu helfen, wieder am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen“, sagt Arbeitsmarkt-Landesrat Martin Eichtinger (ÖVP).

Über Praxis zum Wiedereinstieg ins Berufsleben

Eines dieser Beschäftigungsprojekte wurde bereits 1999 vom Verein ‚J.O.B. - Verein zur Förderung der Beschäftigung und Ausbildung im oberen Ybbstal‘gegründet. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, der steigenden Jugendarbeitslosigkeit sowie der Langzeitarbeitslosigkeit älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer entgegen zu wirken.

„Der Verein bietet die Möglichkeit, über die Berufspraxis in verschiedenen Bereichen den Einstieg in das Berufsleben oder in eine Ausbildung zu erreichen. Die Tätigkeitsbereiche auf den elf Transitarbeitsplätzen umfassen Elektro-Altgeräte-Zerlegung, Pflege des regionalen Grün- und Erholungsraumes oder Tätigkeiten im Magistratsbereich“, erklärt Eichtinger.

Beschäftigung in Ortsbildpflege

Ein zweites gefördertes Projekt wird von dem Verein "Kulturlandschaft Schmidatal" betrieben. Er verfolgt das Ziel, arbeitslosen Personen im Bezirk Hollabrunn die (Re-)Integration in den regulären Arbeitsmarkt zu erleichtern. Man setzt dabei vor allem auf persönlichen Stabilisierung, fachliche Qualifizierung und Schulungen. Der Verein setzt gleichzeitig Maßnahmen zur Landschafts- und Ortsbildpflege und befasst sich mit Vorhaben der Regionalentwicklung. Das Projekt stellt 21 Transitarbeitsplätze zur Verfügung, die mehrmals jährlich in befristeten Arbeitsverhältnissen besetzt werden.

Das dritte geförderte Beschäftigungsprojekt ist die Initiative "LOK IN" (Lokale Initiative für Landschaftspflege und Gartenarbeiten Projekt Mistelbach). Hierbei werden jährlich 16 Transitarbeitsplätze für am Arbeitsmarkt besonders benachteiligte, langzeitarbeitslose Personen zur Verfügung gestellt. LOK IN konnte in der Region des nördlichen Weinviertels bislang einen umfangreichen Kundenstamm aufbauen. Vor allem das Angebot der Gartenarbeiten und der Waldpflege wurde stark angefragt.