Leichte Entspannung, aber: "Krise hält an". AMS möchte mit intensiver Jobvermittlung ein erneutes Ansteigen der Arbeitslosenzahlen nach dem Sommer so gut wie möglich verhindern. Die Zahlen würden sich derzeit zwar schrittweise entspannen, für den Herbst müsse man sich aber neu ausrichten, heißt es seitens des AMS und des Landes NÖ.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 28. Juli 2020 (12:39)
APA/Herbert Neubauer

Per 27. Juli (Woche 20 nach dem Corona-Lockdown) waren in Niederösterreich 61.411 Personen arbeitslos vorgemerkt. Gegenüber der Vorwoche ist die Arbeitslosigkeit  damit erneut um weitere 0,3% oder um 162 Jobsuchende gesunken, wie das Arbeitsmarktservice (AMS) in einer Aussendung bekannt gibt.

Gegenüber Mitte März – dem Beginn der Corona-Krise – beträgt das Plus an arbeitslosen Personen in Niederösterreich allerdings nach wie vor 7.952 Jobsuchende (14,9%).

„Trotz der schrittweisen Entspannung am Arbeitsmarkt müssen wir davon ausgehen, dass die Zahl der Jobsuchenden mit Ende des Sommers wieder steigen wird. Intensive Vermittlung steht nun im Zentrum", werden ÖVP-Landesrat Martin Eichtinger und AMS NÖ-Landesgeschäftsführer Sven Hergovich in der Aussendung zitiert. Aktuell analysiere man arbeitsmarktpolitische Programme vor dem Hintergrund der zu erwartenden Entwicklung und richte sie für den Herbst neu aus.

So wird etwa die Lehrlingsoffensice weiter geführt, um die Jugendarbeitslosigkeit einzudämmen. Im ersten Halbjahr 2020 habe es bereits 2.896 junge Teilnehmer an der Lehrlingsoffensive gegeben. 381 konnten einen Job oder einen regulären Ausbildungsplatz finden, 1.996 nehmen derzeit noch an einem der Programme teil.

Zudem hat das AMS per 27. Juli  insgesamt 24.599 Kurzarbeitsanträge genehmigt, 5.794 davon betrafen Verlängerungsanträge. Rund 633 Millionen Euro wurden für Kurzarbeitsbeihilfen an Unternehmen in Niederösterreich bis dato ausgezahlt, lassen Hergovich und Eichtinger wissen.