LK: "Vereinte Kräfte von Bevölkerung und Bauernschaft gefordert". "Rasche unbürokratische Hilfe ist Gebot der Stunde", betonte die Landwirtschaftskammer (LK) NÖ am Freitag in einer Aussendung zur Hochwasserkatastrophe.

Erstellt am 07. Juni 2013 (11:59)
APA13097868 - 06062013 - HAINBURG - …STERREICH: Überflutete Donauauen aufgenommen am Donnerstag, 06. Juni 2013, bei Hainburg. Hochwasserschutzmaßnahmen finden derzeit verstärkt östlich von Wien statt. APA-FOTO: HERBERT NEUBAUER
NOEN, HERBERT NEUBAUER (APA)
"Die heurige Hochwasserkatastrophe ist in Niederösterreich mit dem Ausmaß des Jahrhunderthochwassers des Jahres 2002 vergleichbar", wird von der LK festgehalten. Die andauernd großen Regenmengen könnten von Flüssen, Bächen und Böden nicht mehr aufgenommen und bewältigt werden. Massive großräumige Überschwemmungen und lokale Hangrutschungen seien für die Bevölkerung, die betroffenen Wirtschaftsbetriebe und die Landwirtschaft mit dramatischen Folgen verbunden.

Gesamtes Ausmaß der Schäden für Bäuerinnen und Bauern noch nicht absehbar

Mehrere tausend Hektar sind betroffen; das gesamte Schadensausmaß wird dennoch erst in den nächsten Tagen und Wochen – nach Rückgang des Wassers – feststellbar sein. Besonders betroffen sind laut LK-Aussendung Regionen entlang der Donau, Gebiete im Rückstaubereich der Donauzubringer und entlang von Bächen und Flüssen über das gesamte Landesgebiet.
 
„Unser Mitgefühl gilt den Menschen, die oft Unwiederbringliches verloren haben und nun vor einem schwierigen Neubeginn stehen", meint LK NÖ-Präsident Schultes. "Dazu kommt für viele noch die Bedrohung ihrer wirtschaftlichen Existenz. Mit großem Respekt möchte ich allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz danken, die dazu beitragen das Schadensausmaß möglichst gering zu halten. Für unsere bäuerlichen Betriebe wird die Landwirtschaftskammer Niederösterreich bei der Aufarbeitung der Schäden ein verlässlicher Partner sein. Unbürokratische rasche Hilfe ist das Gebot der Stunde."

Für die betroffenen landwirtschaftlichen Böden sei laut LK NÖ davon auszugehen, dass es zu massiven Ernteausfällen kommen wird. Ob Ackerkulturen, Grünlandflächen, aber auch Wein- und Obstflächen – eine Nutzung wird großteils heuer nicht mehr möglich sein. Hinzukommen Anlandungen und Ablagerungen, die das Schadensausmaß erhöhen und umfassende Rekultivierungsmaßnahmen erfordern.

Hilfe und Vorgehensweise für geschädigte Landwirte

Neben den allgemeinen Entschädigungsmöglichkeiten aus dem Katastrophenfondgesetz, das eine Meldung der Schäden bei den Gemeinden erfordert, können Landwirte Ausgleichszahlungen, für im Mehrfachantrag 2013 betroffene Nutzflächen, beantragen. Die Landwirtschaftskammern, sowie die AMA stellen auf ihren Websites Informationen zur Vorgehensweise zur Verfügung.