Lufthansa-Tochter AUA mit deutlichem Minus. Viel schwerer als erwartet ist für die Austrian Airlines die erste Jahreshälfte 2011 verlaufen. Bis Juni schrieb die österreichische Lufthansa-Tochter bei einem Umsatz von 1,018 Mrd. Euro (minus 0,7 Prozent) weiter einen operativen Verlust von 63,1 Mio. Euro. Der Abgang lag damit nur leicht unter dem Halbjahresverlust vom Vorjahr (68,7 Mio. Euro), das von der Aschewolke über Europa belastet war.

Erstellt am 28. Juli 2011 (15:05)

Viel schwerer als erwartet ist für die Austrian Airlines die erste Jahreshälfte 2011 verlaufen. Bis Juni schrieb die österreichische Lufthansa-Tochter bei einem Umsatz von 1,018 Mrd. Euro (minus 0,7 Prozent) weiter einen operativen Verlust von 63,1 Mio. Euro. Der Abgang lag damit nur leicht unter dem Halbjahresverlust vom Vorjahr (68,7 Mio. Euro), das von der Aschewolke über Europa belastet war.

Auch die Lufthansa-Töchter British Midland (-120 Mio. Euro) und Germanwings (-46 Mio. Euro) schrieben weiter rote Zahlen. Die Schweizer Tochter Swiss hingegen verdoppelte den operativen Gewinn auf 104 Mio. Euro. Bei Lufthansa selbst stand nach sechs Monaten ein kleiner operativer Gewinn von 3 Millionen Euro in den Büchern. Die Markterwartungen wurden aber verfehlt.

Wegen der Unruhen in Nahost und dem Japan-Beben blieben bei der AUA in den ersten Monaten heuer wichtige Erträge aus. Auch der hohe Ölpreis war ergebnisbelastend, teilte die AUA Donnerstagfrüh mit. Trotzdem halten die AUA-Chefs an den Zielen für 2011 fest: "Die Rahmenbedingungen sind natürlich schwierig. Aber wir arbeiten hart daran, unser Ergebnisziel für heuer - ein positives operatives Ergebnis - dennoch zu erreichen", teilten die Vorstände Peter Malanik und Andreas Bierwirth in der Früh mit.

Im zweiten Halbjahr 2011 muss die AUA nun mindestens 63,1 Mio. Euro Gewinn machen, um das ursprüngliche Ziel der "schwarzen Null" zu erreichen. Bierwirth befürchtet, "dass wir bei operativ negativem Ergebnis mehr Geld für Wachstum und Investitionen bekommen. Ganz ehrlich: wir würden das auch gar nicht beantragen".

Dass es trotz der Krisen gelungen sei, das Ergebnis zu verbessern, führt der Vorstand auf das seit eineinhalb Jahren laufende Sanierungsprogramm zurück. Der Flugplan wurde angepasst: In den von den Unruhen betroffenen Nahostmärkten habe die Airline die angebotene Kapazität um 40 Prozent reduziert. Diese Kosteneinsparungen würden im dritten Quartal voll wirksam. Auf der Strecke Wien-Tokio zeichne sich Erholung ab. Im ersten Halbjahr hat die AUA die Passagierzahl insgesamt um 1,9 Prozent auf 5,1 Millionen erhöht. Die Auslastung lag bei 70,8 Prozent.