Kottingbrunn

Erstellt am 08. August 2017, 02:23

von Anita Kiefer

Maplan wächst weiter. Das NÖ-Familienunternehmen Maplan aus Kottingbrunn (Bezirk Baden) baut sein Werk in der Slowakei aus. Auch in NÖ wurden seit Jahresbeginn 30 Mitarbeiter aufgenommen.

Die Produktionshalle von Maplan in Kottingbrunn.  |  Hussmann

Der Maschinenbauer Maplan aus Kottingbrunn (Bezirk Baden) nimmt aktuell viel Geld in die Hand. Und zwar, um sein Unternehmen weiter zu vergrößern. Fünf Niederlassungen, unter anderen in den USA, hat das Unternehmen bereits. Neueste Investition des Familienbetriebs, der sogenannte Elastomer-Spritzgießmaschinen und -Pressen herstellt, ist der Ausbau der Produktion in der Slowakei. 4,5 Millionen Euro werden dort investiert, es wird von 18 auf 50 Mitarbeiter aufgestockt. Die Vorproduktion wird dort ausgebaut und die Fertigung von Metallteilen und die Montage von Baugruppen gestartet.

Ausbau gehe nicht zu Lasten des Hauptsitzes

Doch auch „daheim“ hat Maplan in den vergangenen Jahren einiges investiert. Das Unternehmen mit aktuell 205 Mitarbeitern ist vor gut einem Jahr von Ternitz nach Kottingbrunn übersiedelt. Dadurch und durch die Umstellung von Einzel- auf Taktfertigung wurde 2017 die Produktionskapazität auf 500 Maschinen verdoppelt.

Dass in der Slowakei ausgebaut werde, gehe nicht zu Lasten des Hauptsitzes in Niederösterreich, betont Geschäftsführer Wolfgang Meyer. „Maplan steht zum Wirtschaftsstandort Österreich und hat aus diesem Grund auch 12,5 Millionen Euro in den neuen Standort in Kottingbrunn investiert. Wir schätzen die Qualifikation der Mitarbeiter sowie die Ausbildung in Österreich und werden die Entwicklung und Produktion der Maschinen in Österreich belassen. Nichtsdestotrotz ist Österreich ein Hochlohnland, in dem die Montage bzw. Fertigung von gewissen Baugruppen aus Kostengründen keinen Sinn macht.“

Wolfgang Meyer, Geschäftsführer Maplan.  |  Jürg Christandl

Das nahe Werk in der Slowakei werde das Stammwerk so auch kostenmäßig unterstützen, so Meyer. In der Slowakei werden jedenfalls keine Maschinen gebaut. Auch in China – genauer im Großraum Shanghai – hat Maplan seit Ende Juli ein Werk in Betrieb. Hier flossen drei Millionen Euro in die Errichtung.

Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet Maplan mit einem Umsatz von 50 Millionen Euro – neuer Rekord. Im Vorjahr lag der Gruppenumsatz bei rund 40 Millionen Euro.

Apropos Umsatz: Das Geld verdient Maplan mit einem Exportanteil von 99 Prozent überwiegend im Ausland. Hauptabnehmer sind Nordamerika und Europa. Durch das neue Werk in China soll auch dort die Bedeutung des Marktes für Maplan weiter wachsen.