Mehr Rotlicht-Kameras in NÖ. Um die Unfallzahlen auf Eisenbahnkreuzungen zu reduzieren, werden dort neue Rotlichtblitzer installiert.

Von Heinz Bidner. Erstellt am 11. Juni 2014 (13:28)
NOEN, ÖBB/Posch
Zur Rotlicht-Überwachung sind auf Eisenbahnkreuzungen immer mehr dieser Blitzer im Einsatz, die unerlaubt querende Fahrzeuge fotografieren sollen. ÖBB/Posch

Die ÖBB bauen die Rotlicht-Blitzer an Eisenbahnkreuzungen weiter aus, um die Unfallzahlen zu reduzieren. Zu den bestehenden zehn Standorten (in NÖ Allentsteig und Purgstall) sollen bis Jahresende sechs weitere kommen. In NÖ: Scheiblingkirchen (Bezirk Neunkirchen), Bockflies (Bezirk Gänserndorf), Winzendorf (Bezirk Wiener Neustadt) und St. Pölten. Die exakten Standorte will ÖBB-Sprecher Michael Braun nicht verraten, damit die Fahrzeuglenker generell achtsamer sind: „Unser Ziel ist ja eine Bewusstseinsänderung.“

Die Investitionskosten pro Anlage würden bei „mehreren Zehntausend Euro“ liegen, so Braun. An den Strafeinnahmen wären die ÖBB zu 20 Prozent beteiligt, um ihre Investitionen wieder einzuspielen.

Strafen bis zu 726 Euro

Verstöße gegen das richtige Verhalten an Eisenbahnkreuzungen werden laut ÖAMTC mit Strafen von bis zu 726 Euro bestraft. Das Missachten des Rotlichtes, das Befahren einer Eisenbahnkreuzung trotz einer Verkehrsstockung oder das Umfahren eines Schrankens bringen zudem eine Vormerkung im Führerscheinregister.

Kreuzungsunfälle rückläufig

Im Vorjahr wurden laut Bundesanstalt für Verkehr bei 157 Unfällen auf Eisenbahnkreuzungen (NÖ: 43) insgesamt 18 Menschen getötet (4) und 74 verletzt (21). Die Tendenz in den letzten Jahren ist leicht rückläufig.