Metaller-Betriebsräte gegen Betriebsvereinbarungen. Bei den Kollektivvertragsverhandlungen der Metallindustrie beharren beide Verhandlungsseiten weiter auf ihren Positionen. Obwohl die Industrie auf die Arbeitszeitflexibilisierung pochte, zeigten die Gewerkschaften keine Verformungserscheinungen. Eine Arbeitszeitvereinbarung auf Betriebsebene sei nicht verhandelbar, wurde am Mittwoch bei einer Betriebsrätekonferenz in Amstetten klar gestellt.

Erstellt am 10. Oktober 2012 (15:43)

Die Arbeitnehmer bestanden außerdem weiterhin auf einem gemeinsamen Lohnabschluss mit allen Fachverbänden, was die Arbeitgeber wiederum ausschließen. Streikbeschluss haben sich die Betriebsräte vom ÖGB noch keinen geholt. Sollte auch die vierte Verhandlungsrunde am 18. Oktober keine Einigung bringen, kündigten die Betriebsräte "entschlossene Gegenwehr" an. Danach gäbe es am 22. Oktober die nächste Betriebsrätekonferenz, bei der ein Streik beschlossen werden könnte. Die Forderung nach einem Lohn- und Gehaltszuwachs von fünf Prozent blieb aufrecht.

Der Fachverband der Maschinen- und Metallwarenindustrie beharrt trotz dieser Streikdrohungen auf seinen bisherigen Positionen. Obmann Christian Knill stellte nach dem Ende der Betriebsrätekonferenz am Mittwoch klar, dass es bei einem Angebot von einem Gehaltsplus von maximal 2,8 Prozent bleibt und die Industrie weiterhin Arbeitszeitvereinbarungen auf Betriebsebene wünscht. Die Gewerkschaften fordern hingegen ein Lohnplus von 5 Prozent und lehnen Betriebsvereinbarungen kategorisch ab.

Zum Vergleich: Das Metallgewerbe hat am Dienstag einen Abschluss von 3,4 Prozent für die KV-Mindestlöhne und 3,2 Prozent für die Ist-Löhne fixiert. Rahmenrechtsänderungen waren dabei nicht im Paket enthalten.