Mit voller Überzeugung an die Dinge herangehen. Anton Cech, Center Manager der Shopping City Süd in Vösendorf, im Gespräch mit Gerti Süß.

Von Gerti Süss. Erstellt am 05. Juni 2014 (07:46)
NOEN, Juergen Hammerschmid
Leitet das drittgrößte Einkaufszentrum Europas: Anton Cech, Chef der SCS.

Was ist das Geheimnis hinter Ihrem beruflichen Erfolg?

Cech: Dass es mir Spaß macht. Ich gehe mit voller Überzeugung an die Dinge heran. Und es macht mir auch viel Freude, gestalterisch tätig zu sein.

Ende 2013 wurde die SCS einer 150 Millionen teuren Modernisierung unterzogen. Hat sich das neue Konzept ausgezahlt?

Cech: Ja, denn wir haben seitdem im Vorjahresvergleich um sechs bis sieben Prozent mehr Besucher und etwa acht Prozent mehr Umsatz verzeichnet.

Was sind die wichtigsten Trends in Ihrer Branche?

Cech: Man muss Shopping immer mehr mit Emotionen verbinden und die Leute zum Einkaufen motivieren, denn im Prinzip hat jeder alles. Da helfen zum Beispiel Events wie der Woman-Day enorm.

Inwiefern spüren Sie die Konkurrenz durch den Online-Handel?

Cech: Diese Konkurrenz ist da, und daher wird der Erlebnischarakter umso wichtiger. Aber auch die Vielzahl an Einkaufszentren führt zu einem Verdrängungswettbewerb, dem nicht alle standhalten werden.


Ausbildung: Studium der Handelswissenschaften der Wirtschaftsuniversität Wien

Karriere: Cech (41) startete seine Karriere als Risikomanager für Immobilien in der CEE-Region bei der Bank Austria. 2006 wechselte zum französischen Immobilienkonzern Unibail Rodamco, wo er 2008 den Kauf der Shopping City Süd umgesetzt hatte. Kurz daraufhin wurde er Center Manager der SCS.

Unternehmen: Die SCS in Vösendorf ist Europas drittgrößtes Einkaufszentrum und führt 330 Shops, in denen 5.000 Mitarbeiter beschäftigt sind. Im Jahr 2013 verzeichnete die SCS 22,4 Millionen Besucher, die Shops erwirtschafteten zusammen 760 Millionen Euro Umsatz. Das Center-Management gibt keine eigenen Umsätze bekannt.