Mittagsmenüs als Wachstumsmarkt. Dussmann / Der für Reinigung bekannte Konzern will in NÖ den Markt für Schul- und Betriebsverpflegung erobern und somit weiter wachsen.

Erstellt am 10. Juli 2013 (11:00)
Von Gerti Süss

„Im Bereich der Verpflegung haben wir immer mehr Ausschreibungen auf dem Tisch liegen“, erklärt Peter Edelmayer, Geschäftsführer von Dussmann Österreich. Der deutsche Konzern hat in Niederösterreich 59 Kunden und beschäftigt 280 Mitarbeiter.

Ursprünglich kommt Dussmann aus der Reinigung, wo das Unternehmen auch heute noch rund 70 Prozent des Österreich-Umsatzes erzielt. Das größte Wachstumspotenzial sieht Edelmayer jedoch in der Verpflegung von Betrieben und Schulen, von wo derzeit etwa 22 Prozent des Gesamtumsatzes stammen.

Derzeit übernimmt Dussmann die Verpflegung von einem Großunternehmen in Niederösterreich – es sollen aber noch mehr werden, meint er. „Hier haben wir mehr lokale Mitbewerber. Dafür ist der Preisdruck nicht so hoch wie in der Reinigung“, erklärt der Dussmann-Chef.

Zudem würden Betriebe und Schulen immer mehr Wert auf die Qualität der Verpflegung nehmen. „Bio und Regionalität spielen eine wachsende Rolle. Da braucht es gut durchdachte Konzepte. Unseriöse Anbieter können da nicht mehr mithalten“, so Edelmayr.

Gut ausgebildete Fachkräfte im Verpflegungsbereich zu finden, fällt dem Unternehmen jedoch schwer:.„Da tun wir uns beim Reinigungspersonal leichter“, sagt Edelmayer.

2012 ist der Österreich-Umsatz von Dussmann um 4,6 Prozent auf 159 Millionen Euro gestiegen. „Für 2013 peilen wir ein Wachstum von mindestens fünf Prozent an“, prognostiziert Edelmayer.