Recycling-Land Niederösterreich. Eine neue Studie stellt den Österreichern ein gutes Zeugnis in Sachen Mülltrennung aus. Die Bundesländerergebnisse zeigen jedoch große Unterschiede.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 21. Mai 2019 (11:26)
APA (dpa/Archiv)
Weniger als ein Fünftel des Mülls wird aufbereitet

Mit 95 Prozent geben in Niederösterreich und im Burgenland die meisten Personen an, dass Mülltrennung für sie persönlich (sehr) wichtig ist (gegenüber 79 Prozent in Wien). Wenig überraschend geben mit 99 Prozent fast alle Niederösterreicher und Burgenländer an, dass Mülltrennung etwas Notwendiges ist.

Top Recycling-Infrastruktur

Dem lässt man hierzulande auch Taten folgen: So sammeln 81 Prozent Bioabfälle, in Wien trifft das nicht einmal auf ein Drittel der Bewohner zu. 83 Prozent sammeln Metall (gegenüber 52 Prozent in Wien) und sogar 95 Prozent Altglas (74 Prozent in Wien). Besonders viele Befragte sind in Niederösterreich und dem Burgenland mit der Recycling-Infrastruktur zufrieden – 85 Prozent geben dies an (75 Prozent im Rest des Landes).

Ökologisches Bewusstsein als Motivator

Wirft man einen Blick auf die Motivation der Niederösterreicher und Burgenländer Müll zu trennen, wird es ebenso interessant: Die zwei wichtigsten Gründe sind der aktive Beitrag zum Umweltschutz sowie der bewusste Umgang mit Rohstoffen. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern wird im Osten aus eigenen Stücken Müll getrennt, dass es andere auch tun, ist nur für 19 Prozent relevant (gegenüber 37 Prozent im Westen). Mehrfachverwendung von Verpackung, wie z.B. Pfandflaschen, werden von 96 Prozent als (sehr) gut angesehen (gegenüber 88 Prozent in OÖ und Salzburg).

Über die Studie: Der erste Recycling-Report wurde von der Firma Nespresso in Auftrag gegeben. Die NÖN hat sie redaktionell überarbeitet.