"Müssen uns auf neue Technologie einstellen". Reinhard Wolf, Generaldirektor der Raiffeisen Ware Austria (RWA)

Von Gerti Süss. Erstellt am 11. Juni 2014 (14:01)
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Ausbildung: Studium der Agrarökonomie an der Universität für Bodenkultur Wien

Karriere: Wolf (54) absolvierte nach Studienabschluss eine internationale Ausbildung bei der RWA und war dort später für verschiedene Bereiche verantwortlich. Ab 2009 war er RWA-Vorstandsmitglied, seit 2013 ist er zudem Generaldirektor.

Unternehmen: Die RWA ist Großhandels- sowie Systempartner aller Lagerhäuser. Als solche betreut sie österreichweit 1.046 Lagerhäuser, davon 450 in NÖ. Bundesweit sind 12.000 Menschen bei den Lagerhäusern beschäftigt, in NÖ 5.000. Der Jahresumsatz der RWA belief sich 2013 auf 2,7 Milliarden Euro. Die NÖ Lagerhäuser erwirtschafteten 2013 1,6 Milliarden Euro. 


Sie sind seit 2013 Generaldirektor der RWA. Wie war der Start?

Wolf: Nachdem ich schon ewig im Unternehmen bin, gab es keine großen Überraschungen. Wobei es schon einen Unterschied macht, ob man die Letztverantwortung trägt oder Teil eines Gesamt-Teams ist.

Die Lagerhäuser haben ihren Kundenkreis längst auf Private und Gewerbe erweitert. Warum das?

Das hat schon in den 70er-Jahren begonnen. Wir haben die Chancen, die der Markt bietet, einfach wahrgenommen und das auch als Verpflichtung gegenüber den einzelnen Regionen gesehen.

Mit welchen Herausforderungen haben Sie derzeit zu kämpfen?

Einerseits müssen wir uns auf die neuen Technologien einstellen, die zu mehr Konkurrenz durch Online-Anbieter sowie Beratungsdiebstahl führen. Eine weitere Herausforderung sind immer strenger werdende Regularien – einige davon sind gerade auch für Landwirte schwer zu bewältigen. Diese Überregulierung führt zu hohen Kosten und ist das Resultat eines generellen Trends, bei dem viel bürokratisiert und die Verantwortung abgeschoben wird.-gs-

Die NÖN holt jede Woche Führungspersönlichkeiten von großen niederösterreichischen Unternehmen vor den Vorhang.