Burger King als Rettungsanker für Rosenberger. Die US-Fastfoodkette Burger King schlägt beim insolventen Raststättenbetreiber Rosenberger zu. TQSR werde die Rosenbergeranteile übernehmen, teilte Creditreform am Mittwoch nach einer Gläubigerausschusssitzung mit. Der österreichische Franchisenehmer wird damit zum Rettungsanker für die Raststätten-Kette aus NÖ.

Von Redaktion noen.at und Redaktion, APA. Erstellt am 27. Februar 2019 (16:26)
Daniel Lohninger
Die Rosenberger-Raststätte St. Pölten

"Heute wurde die Investorensuche erfolgreich beendet. Burger King Österreich rettet Rosenberger", meldete der Österreichische Verband Creditreform am Mittwoch. Die Verträge seien noch druckfrisch, berichtet Stephan Mazal von Creditreform. TQSR Restaurants werde somit die Rosenbergeranteile übernehmen. Der Burger King Franchisenehmer betreibt in Österreich 50 Burger King Restaurants und beschäftigt 450 Dienstnehmer.

Marke Rosenberger soll erhalten bleiben

„Mit Burger King startet Rosenberger wieder voll durch. Mit gastronomischer Sachkenntnis und frischen Konzepten werden die veralteteten Raststätten zukunftsfit gemacht“, wird Mazal zitiert.

Das Transaktionsvolumen betrage 40 Millionen Euro, davon sollen 30 Millionen in die Raststätten investiert werden. Der Rest fließt in den Kaufpreis und die Sanierungsplanquoten. Die Marke Rosenberger (mit Sitz in Loosdorf im Bezirk Melk und Ursprüngen in St. Pölten) soll erhalten bleiben.

„Rosenburger“ und jüngeres Zielpublikum

Der Autobahnraststättenbetreiber wird seit der Insolvenzeröffnung mit dem Ziel einer Sanierung positiv fortgeführt. Parallel zur Fortführung durch den Insolvenzverwalter hat die Rosenberger Holding als Eigentümerin der insolventen Rosenberger Restaurant GmbH einen Käufer gesucht.

In 2 bis 3 Jahren soll die Modernisierung umgesetzt sein. Jüngeres Publikum will man mit neuen Produkten wie veganen Speisen, Icecream oder dem „Rosenburger“ ansprechen.

Standort Haag soll wieder geöffnet werden

Geschlossen wird der Standort Lindach in Oberösterreich. Betroffen sind 19 Dienstnehmer. Der Standort Haag soll vom Investor wieder eröffnet werden.

Gegenstand des bei der Rosenberger Holding angesiedelten Verkaufsprozesses war der Verkauf der Anteile an der Rosenberger Restaurant GmbH mit Sitz in Loosdorf an einen Investor.

Bis zur ersten Gerichtstagsatzung am 12. Februar hatten 683 Gläubiger, darunter 420 Dienstnehmer, Forderungen in der Höhe von 23,7 Millionen Euro angemeldet. Über den Sanierungsplan entscheiden die Gläubiger bei der Abstimmung am 12. März.