NÖ-Schutz für Antenne im All

Erstellt am 05. Januar 2022 | 03:10
Lesezeit: 2 Min
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Das James-Webb Space-Teleskop, das weltgrößte Weltraumteleskop, nutzt Technologie aus Niederösterreich, konkret aus dem Berndorfer Werk der RUAG Space, Europas führender Zulieferer für Raumfahrt.
Foto: NASA/Desiree Stover
Technik aus Berndorf für das modernste und teuerste Weltraumteleskop der Welt.
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Die Kommunikationsantenne des NASA James-Webb-Weltraumteleskops, benannt nach einem früheren NASA-Leiter, nutzt eine Thermalisolation von der RUAG Space Austria, die in Berndorf im Bezirk Baden 20 Mitarbeiter beschäftigt. Das weltgrößte Weltraumteleskop machte sich erst vor wenigen Tagen auf den Weg ins All.

Der Nachfolger des Hubble-Teleskops ist ein gemeinsames Projekt der amerikanischen, europäischen und kanadischen Raumfahrtbehörden. Mit dem Spezialfernrohr will man die ältesten Galaxien nach dem Urknall vor 13,5 Milliarden Jahren erkunden. Darüber hinaus soll es Exoplaneten entdecken und deren Atmosphäre darauf untersuchen, ob sie für außerirdisches Leben geeignet ist.

Die in Berndorf erzeugte Thermalisolation schützt die Hauptantenne des Teleskops vor der extremen Kälte im Weltraum. „Diese Materialien wurden gewählt, um die Antenne thermisch zu schützen und gleichzeitig die Antennensignale möglichst wenig zu beeinflussen“, erklärt Projektleiter Wolfgang Pawlinetz. Läuft alles nach Plan, soll die Antenne des Teleskops im Juli 2022 erste Messergebnisse funken.

Die RUAG Space Austria hat ihren Hauptsitz in Wien und ist mit rund 250 Beschäftigen das größte österreichische Weltraumunternehmen. Der Hochtechnologiebetrieb rüstet weltweit Satelliten und Trägerraketen mit Elektronik, Mechanik und Thermalisolation aus und hat eine Exportquote von rund 100 Prozent.