Neue Vertriebswege für das TOP-Jugendticket. Am Donnerstag präsentierten Landesrat Karl Wilfing und VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll Änderungen beim TOP-Jugendticket und zogen eine erste Bilanz über das Angebot.

Erstellt am 23. Mai 2013 (09:50)
NOEN, NLK / FILZWIESER
Von Sebastian Lemp

Seit Juni 2012 gibt es mittlerweile das TOP-Jugendticket, das alle öffentlichen Verkehrsmittel in Niederösterreich, dem Burgenland und Wien abdeckt. Das 60 Euro teure Ticket kann von Lehrlingen und Schülern bis 24 Jahre erworben werden.

Eine Schülerfreifahrt von ihrem Zuhause zur Schule bzw. Ausbildungsstätte gibt es schon seit vielen Jahren, mit dem TOP-Jugendticket konnte jedoch ein innovatives Angebot geschaffen werden. "Seit einem Jahr haben Jugendliche die Wahl, ein Ticket für die Strecke zwischen ihrem Wohnort und ihrer Ausbildungsstätte um 19,60 Euro zu kaufen oder sich für das TOP-Jugendticket um 60 Euro zu entscheiden", erklärte Wilfing. Wer sich später doch für mehr Möglichkeiten entscheiden wolle, könne um 40,40 Euro Aufpreis noch nachrüsten.

Auch mit den Verkaufszahlen zeigte sich der Landesrat zufrieden. Bis zum 22. Mai wurden 327.864 Tickets verkauft. Über 71 Prozent davon sind TOP-Jugendtickets um 60 Euro und lediglich 29 Prozent normale Tickets um 19,60 Euro. Damit wurden laut Wilfing um über 50.000 Tickets mehr verkauft als in der Periode zuvor. "Das neue Angebot verursacht bei den Steuerzahlern zudem keine Mehrkosten, da durch den erhöhten Verkauf die zusätzlichen Aufwendungen gedeckt werden können", meint Wilfing.

Neue Vertriebswege

Im vergangen Schuljahr erfolgte der Vertrieb nur über die Schulen bzw. Ausbildungsbetriebe, das ist jetzt anders. Hauptaugenmerk wird nun auf das Internet gelegt. Unter www.vor.at/top können laut VOR-Geschäftsführer Schroll ab Mitte Juli Tickets erworben werden. Zweite zusätzliche Vertriebsstütze stellen die Postfilialen mit 1033 Standorten allein in Niederösterreich dar.

Das TOP-Jugendticket vermittelt laut Schroll das Gefühl "Die öffentlichen Verkehrsmittel gehören mir". Für Wilfing ist es auch eine familienpolitische Leistung im Sinne von "Mobilität fast geschenkt." "Bis zum übernächsten Schuljahr wird es ein ähnliches Angebot in allen Bundesländern geben. In Tirol schon ab nächstem Schuljahr um 96 Euro - in Oberösterreich um 60 Euro", meinte Wilfing.

Für Studenten ist ein Freifahrtsticket zwar angedacht, jedoch laut Landesrat Wilfing finanziell ohne Hilfe vom Bund nicht umsetzbar. Hierfür würden allein für Studenten der Ostregion rund 60 Millionen Euro benötigt.