Alle Details zum Fahrplan-Wechsel auf einen Blick. Per 15. Dezember wird das Zug-Angebot in Niederösterreich auf 33 Millionen Kilometer pro Jahr erhöht.

Von Anita Kiefer. Update am 17. November 2019 (12:20)
Symbolbild
Shutterstrock, Vytautas Kielaitis

Es sind zusätzliche Angebote – vor allem was Früh- und Nachtverbindungen angeht -, die Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (VP) und VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll heute Vormittag präsentiert haben. Sie werden mit dem europäischen Fahrplanwechsel am 15. Dezember in Kraft treten.

VP-Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (links) und VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll präsentierten Details zum neuen Fahrplan.
NLK/Pfeiffer

Mit diesem Datum werden in Niederösterreich 33 Millionen Kilometer an Zug-Angebot zur Verfügung stehen.

Ein Auszug der wichtigsten Änderungen aus den Regionen im Überblick:

Weinviertel

- Auf der Nordbahn zwischen Gänserndorf und Wien gibt es künftig täglich und ganztags bis 23:20 Uhr einen Stundentakt. Alle R-Züge werden bis Breclav geführt – das ermöglicht eine bessere Anbindung an den Fernverkehr Richtung Brünn, Prag und Ostrava.

- Auf der Nordwestbahn wird es mit Fahrplanwechsel auch am Wochenende einen Stundentakt bis Retz geben. Retz-Znaim wird im Zweistundentakt geführt.

- Auf der Marchegger Ostbahn gibt es einen durchgehenden REX-Stundentakt bis Marchegg. Der letzte Zug nach Marchegg fährt ab Wien um 00:16 Uhr weg, aktuell geht der letzte Zug ab Wien um 22:16 Uhr.

Waldviertel

- Am Streckenast der Franz-Josefs-Bahn nach Gmünd wird es eine neue Spätverbindung geben, nämlich mit der neuen, letzten Verbindung ab Wien nach Sigmundsherberg um 22:28 Uhr – auch diese letzte Verbindung wird dann zwei Stunden später geführt als bisher.

- Außerdem werden zusätzliche, schnelle Wochenendzüge zwischen Gmünd und Wien geführt (In Gmünd wird es eine Abfahrt samstags und sonntags um 18:02 Uhr geben, Abfahrt von Wien Richtung Gmünd wird samstags und sonntags um 7:32 Uhr sein)

- Am Streckenast der Franz-Josefs-Bahn nach Krems wird es neue Spätverbindungen geben. Die letzte Verbindung von Wien nach Krems wird um 0:05 Uhr statt bisher um 23:05 Uhr Wien verlassen, in die umgekehrte Richtung geht der letzte Zug von Krems nach Wien um 22:51 Uhr statt 21:51 Uhr (Montag – Samstag).

- Es wird auch einen zusätzlichen Freitagszug am frühen Nachmittag geben, nämlich um 13:33 Uhr ab Wien Franz Josefs Bahnhof.

Mostviertel

- Auf der Traisentalbahn gibt es eine um zwei Stunden spätere Verbindung nach Hainfeld und um eine Stunde spätere Verbindung nach Lilienfeld/Schrambach.

- Die Erlauftalbahn wird um drei Stunden später von Pöchlarn nach Scheibbs fahren, nämlich um 23:35 Uhr statt um 20:37 Uhr.

- In der Früh können die Fahrgäste auf der Erlauftalbahn bereits um 3:43 Uhr von Scheibbs nach Pöchlarn fahren.

- Auf der Rudolfsbahn wurde der Knoten Amstetten wieder in beide Richtungen (Linz und St. Pölten) eingerichtet. Außerdem gibt es wieder einen Halt in Sonntagberg.

Zentralraum

- Hier wird die Verbindung von Wien Westbahnhof über Tullnerfeld und St. Pölten nach Amstetten künftig auch am Nachmittag im Halbstundentakt geführt.

- Der letzte Zug wird auf dieser Strecke um 00:20 Uhr Wien Westbahnhof verlassen (statt bisher um 23:20 Uhr).

- Nachmittags wird es auch auf der Strecke St. Pölten-Amstetten über Loosdorf, Melk, Pöchlarn und Ybbs einen Halbstundentakt geben und einen Stundentakt von St. Pölten über Pöchlarn nach Ybbs, auch am Wochenende.

Industrieviertel

- Hier wird es einen Halbstundentakt der schnellen Verbindungen auf der Südbahn ohne Zwischenhalte zwischen Wien und Wiener Neustadt geben.

- Die Pottendorfer Linie wird künftig bis Münchendorf zweigleisig in Betrieb sein. Bis Ebenfurth gibt es einen stündlichen REX mit Halt in Ebreichsdorf bis 22 Uhr sowie einen täglichen Stundentakt der S60 von Wien bis Wiener Neustadt.

- Auf der Triestingtalbahn, der Puchbergerbahn und der Guttensteiner Bahn gibt es um rund eine Stunde spätere Rückreisen von Wien, Wiener Neustadt und Leobersdorf.

Alle Verbindungen sind laut Schleritzko und Schroll zusätzliche Verbindungen zum aktuellen Angebot.

Der endgültige Verkehrsdienstevertrag, also der Rahmenvertrag zwischen Verkehrsministerium und ÖBB, der laut Schleritzko zu einem großen Teil vom Land NÖ mitfinanziert werde, werde „in den nächsten Tagen“ finalisiert, so Landesrat Schleritzko. Warum die konkreten Neuerungen, die mit Fahrplanwechsel in Kraft treten, erst relativ knapp vor dem 15. Dezember präsentiert werden, das führt Schroll auf eben die Verhandlungen zum neuen Verkehrsdienstevertrag zurück. „Das wird nächstes Jahr besser“, so Schroll.