Erstellt am 09. September 2012, 19:32

Neustart am Hochkar. Übernahme / Land und Schröcksnadel-Gruppe übernehmen größtes Skigebiet NÖs und werden in den nächsten drei Jahren fünf Millionen Euro investieren. Neu: Kombi-Karten mit Ötscher.

Markus Schröcksnadel (im Bild mit Landesrätin Petra Bohuslav im Hintergrund) ist überzeugt: „Mit dem Hochkar liegen wir punkto Bergerlebnis voll im Trend der jungen Leute.“Franz Gleiß  |  NOEN
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Von Christian Eplinger

3,2 Millionen Euro - so viel mussten das Land und die Schröcksnadel-Gruppe für das größte Skigebiet des Landes Niederösterreich nach dessen Konkurs auf den Tisch legen. Damit ist der Fortbestand des Hochkars gesichert. Mehr noch. In einer gemeinsamen Gesellschaft wollen die Schröcksnadel-Gruppe (51 Prozent) und das Land (49 Prozent) für neuen Aufschwung am Hochkar sorgen und werden in den nächsten drei Jahren fünf Millionen Euro in das Skigebiet investieren.

„Unser Ziel ist es, das Hochkar zu einem Skigebiet zu machen, das langfristig nicht nur von den Tagestouristen, sondern auch vom Nächtigungstourismus profitiert. Von der Anlage her ist es ohnehin schon ein Klein-Zürs“, erklärt Markus Schröcksnadel, Geschäftsführer der Vereinigten Bergbahnen GesmbH. und Sohn von ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel.

Dreifach begeistert zeigte sich Landesrätin Petra Bohuslav: „Wir sichern mit diesem Schritt 50 direkte Arbeitsplätze bei den Bergbahnen und weitere rund 325 Arbeitsplätze im Umfeld, das Hochkar als Wintersportzentrum Nummer eins und als Tourismus-Leitbetrieb für ein ganzjähriges Bergerlebnis.“

Für die Wintersportgäste wird es bereits heuer erste Vorteile aus dieser Übernahme geben. Kombinierbare Mehrtageskarten mit den Ötscherliften, die seit zwölf Jahren im Besitz der Schröcksnadel-Gruppe sind, und neue Stundenkarten am Hochkar. Auch die neuen Saisonkarten werden künftig in allen zehn Skigebieten der Schröcksnadel-Gruppe gültig sein.

Um diese Synergieeffekte noch besser zu nutzen, wird das Land sich auch an den Ötscherliften beteiligen. Damit ist das Land bei fünf Skigebieten in Niederösterreich (Annaberg, St. Corona, Mönichkirchen) Miteigentümer. Neue Gespräche über einen Einstieg auch am Semmering sind in Vorbereitung.