Anti-Teuerungshilfen: Der große NÖN-Überblick

Erstellt am 11. Oktober 2022 | 20:00
Lesezeit: 11 Min
Strompreis
Ein großer Teil der Anti-Teuerungshilfen soll die Bürgerinnen und Bürger bei den gestiegenen Energie-Kosten entlasten.
Foto: APA/Barbara Gindl
Von Stromkostenbremse über Schulstartgeld bis Wohnbeihilfe: Gegen die Teuerung bieten Bund und Land NÖ eine Fülle an Hilfen an. Manche Hilfen bekommt man automatisch, andere wiederum sind nur für Einkommensschwache oder nur auf Antrag beziehbar. Jeder Zweite hat jedenfalls den Überblick verloren. Die NÖN erklärt, wer was wie bekommt.
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Bund und Land nehmen rund 35,5 Milliarden Euro in die Hand, um die Bürgerinnen und Bürger in Zeiten der massiven Teuerung zu unterstützen.

Wie die jüngste NÖN-Umfrage zeigt, reicht das 69 Prozent der 800 Befragten nicht aus. Die Umfrage von Christoph Haselmayers Institut für Demoskopie und Datenanalyse im September 2022 zeigte auch, dass jeder Zweite im Hilfen-Dickicht den Überblick verloren hat. Unsere NÖN-Übersicht mit den wichtigsten Teuerungshilfen soll Orientierung geben und Abhilfe schaffen.

Alle Hilfen gegen die Teuerung im Überblick
Quellen: Land NÖ, Bund;
Foto: Illustration: NStafeeva/Chuenmanuse/Shutterstock.com; Grafik: Prisching

Die Hilfen sind alphabetisch geordnet. Der NÖN-Überblick wird laufend aktualisiert und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Energiegutschein (Bund)

Um die steigenden Energiekosten abzufedern, beschloss die Bundesregierung einen Energiekostenausgleich in Form eines 150 Euro Gutscheins. Er wurde von Ende April bis Ende Juni 2022 via Post an alle österreichischen Haushalte verschickt.

Wer bekam den Gutschein?
Jeder Haushalt, in dem mindestens eine Person im Zeitraum von 15. März bis 30. Juni 2022 mindestens einen Tag lang mit Hauptwohnsitz im zentralen Melderegister angemeldet war.

Wer darf den Gutschein einlösen?
Eingelöst werden kann der Energiegutschein nur von jener Person, welche im Vertrag mit dem Stromanbieter steht. Dadurch kann pro Haushalt auch nur ein Gutschein gegengerechnet werden. Außerdem darf das jährliche Haushaltseinkommen eine festgelegte Höchstgrenze nicht überschreiten (Ein-Personen-Haushalte: 55.000 Euro brutto, Mehrpersonenhaushalte: 110.000 Euro brutto).

Wie kann man den Gutschein einlösen?
Entweder elektronisch auf der Website energiekostenausgleich.gv.at. Hier können Sie Ihren Gutschein elektronisch einreichen. Sie werden dort Schritt für Schritt durch die Einreichung geführt. Oder postalisch mit dem beigelegten Formular. Eine Ausfüllhilfe finden Sie hier.

Was tun, wenn der Gutschein verloren ging oder nicht zugestellt wurde?
Wenn der Energiegutschein verloren gegangen ist oder Sie keinen Gutschein erhalten haben, können Sie über die Hotline 050 233 798 bzw. hier online einen neuen Gutschein anfordern. Dies muss bis spätestens 31. Oktober 2022 geschehen. Eingelöst werden kann der „Energiegutschein“ bis spätestens 31. März 2023. 

Weiterführende Infos zum Energiegutschein. Hier kann auch der Status des Energiegutscheins abgefragt werden.

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Familienbonus Plus (Bund)

Seit 2019 reduziert der Familienbonus vom Bund die Steuerlast von Eltern(-teilen). Mit der türkis-grünen Steuerreform wurde der Steuerabsetzbetrag heuer als Familienbonus Plus auf 2.000 Euro pro unter-18-jährigem Kind und Jahr aufgestockt. Für über-18-jährige Kinder gibt es einen reduzierten Betrag von 650 Euro.

Wer bekommt den Familienbonus Plus?
Alle Familienbeihilfenbezieher, die in Österreich unbeschränkt steuerpflichtig sind.

Wieviel bekommt man?
Das hängt davon ab, wie hoch die Steuerlast, also die Höhe der geleisteten Lohn- bzw. Einkommenssteuer der Eltern-(teile) ist. Pro Kind, für das die Eltern Familienbeihilfe beziehen, kann ein Steuerabsetzbetrag von 2.000 Euro im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung oder der Lohnverrechnung des Arbeitgebers geltend gemacht werden.

Weiterführende Infos zum Familienbonus Plus.

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Heizkostenzuschuss (Land NÖ)

Zusätzlich zum Heizkostenzuschuss für die Heizperiode 2022/23 wurde aufgrund der aktuellen Teuerung im Energiebereich eine Sonderförderung zum Heizkostenzuschuss von 150 Euro beschlossen.

Wer bekommt die Förderung?
Menschen mit geringem Einkommen, die mindestens sechs Monate vor Beantragung ihren Hauptwohnsitz in NÖ und einen Aufwand fürs Heizen haben. Alleinstehende dürfen maximal 1.030 Euro Brutto-Einkommen haben. Bei einem Paar mit zwei Kindern liegt die Obergrenze bei 1.944 Euro monatlichem Brutto-Einkommen. ( Einkommensgrenzen Heizkostenzuschuss )

Wie hoch ist die Förderung?
300 statt 150 Euro gibt es für die Heizperiode 2022/23 vom Land. Darüber hinaus vergeben einige Gemeinden zusätzliche Heizkosten-Hilfen.

Ist ein Antrag notwendig?
Ja, der Heizkostenzuschuss muss am Gemeindeamt des Hauptwohnsitzes des Antragstellers bis zum 31. März 2023 gestellt werden. Sozialhilfe-Bezieher erhalten ihn automatisch.

Weiterführende Infos zum Heizkostenzuschuss und NÖ-Sonderförderung.

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Kindermehrbetrag (Bund): 

Ab dem Jahr 2022 beträgt der Kindermehrbetrag bis zu 550 Euro pro Kind und ist an andere Voraussetzungen geknüpft.

Wer bekommt die Förderung? Der Kindermehrbetrag steht allen zu, die Anspruch auf den Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag und einer errechneten Tarifsteuer unter 550 Euro haben oder wenn in einer Partnerschaft beide Partner Einkünfte erzielen und die darauf entfallende Tarifsteuer jeweils weniger als 550 Euro beträgt. Der Kindermehrbetrag steht in diesen Fällen nur einmal pro Kind der familienbeihilfenberechtigten Person zu. Voraussetzung ist, dass zumindest 30 Tage im Kalenderjahr steuerpflichtige aktive Erwerbseinkünfte erzielt werden. Ein Anspruch auf den Kindermehrbetrag besteht außerdem, wenn ganzjährig Kinderbetreuungsgeld oder Pflegekarenzgeld bezogen wurde.

Ist ein Antrag notwendig? Ja, der Kindermehrbetrag kann nur im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung bzw. Einkommensteuererklärung berücksichtigt werden.

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Klima- und Anti-Teuerungsbonus (Bund)

Als Ausgleich zur seit 1. Oktober wirksamen CO2-Bepreisung soll der Klimabonus klimafreundliches Verhalten belohnen. Heuer wird aufgrund der hohen Inflation der Bonus um einen einmaligen Anti-Teuerungsbonus pauschal angehoben. Ab 2023 wird der Klimabonus wie geplant regional gestaffelt.

Wer bekommt die Förderung?
Den Klimabonus bekommen alle Personen, die im Jahr 2022 mindestens sechs Monate ihren Hauptwohnsitz in Österreich haben — unabhängig von Alter und Staatsbürgerschaft. Personen bis zum vollendeten 18. Lebensjahr steht der halbe Klima- und Anti-Teuerungsbonus zu.

Wie hoch ist die Förderung?
Erwachsene bekommen einmalig heuer 500 Euro ausbezahlt, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre bekommen die Hälfte, also 250 Euro.

Ist ein Antrag notwendig? 
Nein, der Betrag wird seit September automatisch auf das Konto überwiesen, wenn auf FinanzOnline zum Stichtag 22. Juli Kontodaten hinterlegt waren oder man vom Staat regelmäßige Geldüberweisungen bezieht. Das betrifft z.B. Pensionierte, Arbeitssuchende oder Menschen, die Pflegegeld oder Kindergeld erhalten. Alle anderen Personen bekommen den Klimabonus als Gutschein per Post (RSa-Brief). Der Klimabonus als Gutschein kann bei vielen Unternehmen eingelöst oder auch bei der Post-Bank "bank99" in Bargeld umgetauscht werden.

Weiterführende Infos zum Klima- und Anti-Teuerungsbonus hier bzw. hier.

Klimabonus
Mit dem im Jänner im Nationalrat besiegelten Klimabonus will die türkis-grüne Bundesregierung als Lenkungsmaßnahme zur CO2-Besteuerung klimafreundliches Verhalten belohnen. Heuer wurde einmalig der Klimabonus auf 500 Euro bzw. 250 Euro (für Kinder) verdoppelt, um die Teuerung abzufedern.
Foto: APA/dpa/Julian Stratenschulte

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Pendlerhilfe (Land NÖ)

Mit der Pendlerhilfe werden Menschen unterstützt, die weiter von ihrem Wohnort entfernt arbeiten. Rückwirkend für das Jahr 2021 wurden die Einkommensgrenzen erhöht und die Pendlerhilfe wird verdoppelt.

Wer bekommt die Förderung?
Menschen mit Hauptwohnsitz in NÖ, die mindestens 25 Kilometer vom Wohnort entfernt arbeiten – wenn sie bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreiten. Bei Ein-Personen-Haushalten liegt die Einkommensgrenze bei 2.000 Euro brutto/Monat. ( Einkommensgrenzen Pendlerhilfe )

Wie hoch ist die Förderung?
Das hängt von der Entfernung zum Arbeitsort ab. Bei 25 bis 40 Kilometer Entfernung gibt es eine fixe Zahlung von 320 Euro. Ab 40 gibt es einmalig pro Kilometer hin und retour 8 Euro. Wer also 50 Kilometer von zuhause zum Arbeitsort fährt, bekommt 100 (2x50) x 8, also 800 Euro.

Ist ein Antrag notwendig?
Ja, ist nötig und via Online-Formular beim Land NÖ möglich. Das Ansuchen muss bis spätestens 31. Oktober des Folgejahres erfolgen, für das Jahr 2021 also bis zum 31. Oktober 2022.

Weiterführende Infos zur Pendlerhilfe.

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Schulstartgeld (Land NÖ und Bund)

Mit dieser Einmalzahlung zum Schulstart sollen Familien und Kinder beim Kauf von Schulmaterialen wie Hefte, Bücher und Co. unterstützt werden.

Wer bekommt die Förderung?
Das "blau-gelbe Schulstartgeld" bekommen alle Familienbeihilfe-Bezieher mit Hauptwohnsitz in NÖ für jeden Schüler und jeden Lehrling mit Haupt- oder Nebenwohnsitz in NÖ, der bzw. die im Schuljahr 2022/23 eine Primar- oder Sekundarschule bzw. Berufsschule besucht.

Das Bundes-Schulstartgeld bekamen alle Familienbeihilfe-Bezieher im September mit der regulären Familienbeihilfe für jedes Kind im Alter von 6 bis 15 Jahren, das heißt für alle Kinder, die zwischen 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2016 geboren wurden.

Wie hoch ist die Förderung?
Jeweils einmalig 100 Euro.

Ist ein Antrag notwendig?
Ja, für das "blau-gelbe Schulstartgeld" ist ein eigener Antrag via E-Formular beim Land NÖ bis zum 4. Februar 2023 notwendig. Für das Schulstartgeld des Bundes war kein Antrag notwendig.

Weiterführende Infos zum Schulstartgeld hier und hier.

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Sonder-Familienbeihilfe (Bund)

Als Teil des Anti-Teuerungspakets des Bundes wurde eine einmalige Sonder-Familienbeihilfe in Höhe von 180 Euro pro Kind zusätzlich zur regulären Familienbeihilfe im August ausbezahlt.

Wer bekam die Förderung?
Alle Familienbeihilfen-Bezieher. Rund 1,1 Millionen Familien bzw. rund 1,8 Millionen Kinder sollen davon profitieren.

Wie hoch war die Förderung?
Einmalig 180 Euro pro Kind, für das reguläre Familienbeihilfe bezogen wird.

War ein Antrag notwendig?
Nein.

Weiterführende Infos zur Sonder-Familienbeihilfe.

Sonderfamilienbeihilfe-Raab-Brunner
Verkündeten im August die Sonderfamilienbeihilfe: Familien-Ministerin Susanne Raab und Finanz-Minister Magnus Brunner.
Foto: APA/RolandSchlager

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Stromkostenbremse (Bund)

Der Bund fördert mit der „Strompreisbremse“ voraussichtlich ab 1. Dezember bis 30. Juni 2024 einen Strom-Grundverbrauch von 2.900 kWh pro Jahr mit maximal 30 Cent netto pro kWh. Einkommensschwache Haushalte bzw. GIS-Gebühr-Befreite erhalten darüber hinaus einen Netzkostenzuschuss in der Höhe von 75 Prozent.

Wer bekommt die Stromkostenbremse?
Jeder österreichische Haushalt mit einem Stromliefervertrag, unabhängig von Einkommen, Größe oder individuellem Stromverbrauch.

Wie hoch fällt sie aus?
Das hängt vom eigenen Stromtarif ab. Der Bund stützt die ersten 2.900 kWh Stromverbrauch mit maximal 30 Cent pro kWh, wobei der untere Schwellenwert bei 10 Cent liegt – das heißt, 10 Cent pro kWh für die ersten 2.900 kWh werden minimal verrechnet. Der darüber hinausgehende Verbrauch wird marktüblich abgerechnet. Das heißt, man zahlt für jede weitere Kilowattstunde den eigenen Tarif. Die Grenze von 2.900 kWh entspricht laut Regierung in etwa 80 Prozent des durchschnittlichen Stromverbrauchs in österreichischen Haushalten. Der Zuschuss beträgt maximal 30 Cent pro kWh. Laut Regierung erspart sich durch die Strompreisbremse ein österreichischer Durchschnittsaushalt rund 500 Euro im Jahr.

Ist ein Antrag dafür notwendig?
Nein, die Unterstützung durch die Strompreisbremse wird automatisch und direkt auf die Stromrechnung gutgeschrieben, und zwar bereits auf die monatlichen Teilzahlungsrechnungen.

Weiterführende Infos zur Stromkostenbremse („Strompreisbremse“)

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Strompreisrabatt (Land NÖ)

Mit dem 11 Cent „Strompreisrabatt“ pro Kilowattstunde, der auf 80 Prozent des statistischen Durchschnittsverbrauchs nach E-Control angewandt wird, bekommen Anspruchsberechtigte de facto einen Fixzuschuss zu ihrer Stromrechnung.

Wer bekommt die Förderung?
Alle, die am 1. Juli 2022 ihren Hauptwohnsitz in NÖ hatten. In Ausnahmefällen kann die Förderung auch beantragt werden, wenn Kinder nach dem 1. Juli 2022 geboren sind oder der Umzug später erfolgt ist.

Wie hoch ist die Förderung?
Das hängt von der Größe des Haushalts ab. So erhält ein Einpersonenhaushalt 169,58 Euro pro Jahr, bei zwei Personen sind es 272,36 Euro, bei drei Personen 374,44 Euro, bei vier Personen 415,80 Euro und bei fünf Personen 457,07 Euro. Für jede weitere Person im Haushalt erhält man zusätzlich 41,27 Euro.

Ist ein Antrag notwendig?
Ja, ein Antrag muss direkt beim jeweiligen Stromlieferanten (hier: EVN ; Wien Energie ; Verbund ) am besten online gestellt werden. Wenn Strom von einem anderen Lieferanten bezogen wird oder kein eigener Stromvertrag vorhanden ist, muss der Antrag direkt beim Land NÖ gestellt werden.

Wer keine Möglichkeit hat, den Antrag online zu stellen, kann unter 02742/9005 –15600 den Antrag in Papierform verlangen.

Weiterführende Infos zum Strompreisrabatt.

Antiteuerungsmaßnahmen-Gipfel
Bei einem großen Anti-Teuerungsgipfel im Juli wurden die Maßnahmen des Landes beschlossen.
Foto: NLK/Pfeiffer

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Studienbeihilfe (Bund):

Aufgrund der gestiegenen Lebenserhaltungskosten kündigte das Bildungsministerium eine Erhöhung der Studienbeihilfe um 8 bis 12 Prozent an. Diese wurde mit September schlagend.

Wer bekommt die Förderung?
„Sozial förderwürdige“ Studierende, die nicht ausreichend von ihren Eltern unterstützt werden können, mit gutem Studienerfolg (Mindestleistung pro Jahr, maximal ein Semester über der Mindeststudiendauer und maximal zwei Studien-Wechsel). In die Berechnung, ob Anspruch auf Studienbeihilfe besteht, wird ein errechneter, zumutbarer Elternunterhalt miteinbezogen.

Wie hoch ist die Förderung?
Der Grundbetrag liegt nun bei 335 Euro, zu dem bestimmte Zuschläge – je nach Höhe des Eltern- und eigenen Einkommens - dazugerechnet werden. Die Höchstbeihilfe liegt nun bei 923 Euro, wobei Studierende bis zu 15.000 Euro jährlich dazuverdienen dürfen.

Ist ein Antrag notwendig?
Ja. Anträge auf Studienbeihilfe können für das Wintersemester vom 20. September bis 15. Dezember gestellt werden und für das Sommersemester vom 20. Februar bis 15. Mai.

Weiterführende Infos zur Studienbeihilfe

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Teuerungsabsetzbetrag (Bund):

Wer bekommt die Förderung? Pensionisten haben den Absetzbetrag als steuer- und SV-freie Einmalzahlung bereits im September 2022 vom Pensionsversicherungsträger ausbezahlt bekommen. Menschen mit niedrigem Einkommen können sich bei der Arbeitnehmerveranlagung Geld „zurückholen“. Die Begrenzung der Rückerstattung wird bei Arbeitnehmern einmalig von 55 auf 70 Prozent der SV-Beiträge und bei Pensionisten von 80 auf 100 Prozent der SV-Beiträge erhöht.

Wie hoch ist die Förderung? Arbeitnehmern steht der Teuerungsabsetzbetrag bis zu einem Einkommen von 18.200 Euro jährlich zur Gänze zu. Durch eine Einschleifregelung wird der Absetzbetrag bis zu einem Einkommen von 24.500 Euro pro Jahr dann auf null reduziert. Bei Pensionisten liegt die Einkommensgrenze bei 20.500 bis 25.500 Euro brutto pro Jahr.

Ist ein Antrag notwendig? Der Teuerungsabsetzbetrag für Arbeitnehmer und Pensionisten von bis zu 500 Euro kann ab 1. Jänner 2023 bei der Arbeitnehmerveranlagung für 2022 beantragt werden. Pensionisten, die den Teuerungsabsetzbetrag bereits im September 2022 erhalten haben, können keinen Antrag mehr beim Lohnsteuerausgleich stellen.

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Wohnbeihilfe bzw. Wohnzuschuss (Land NÖ)

Die Einkommensgrenzen für die Wohnbeihilfe bzw. den Wohnzuschuss wurden mit 1. Oktober angepasst.

Wer bekommt die Förderung?
Menschen, die in einer geförderten Wohnung (z.B. Genossenschaftswohnung), einem geförderten Wohnheim oder einem geförderten Eigenheim leben und eine Einkommensgrenze nicht überschreiten.

Wie hoch ist die Förderung?
Das hängt von der Wohnungsgröße, der Personenanzahl und dem Einkommen ab und kann deshalb pauschal nicht beantwortet werden. Ein Mindestpensionist in einer 50 m² Wohnung mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 949 Euro bekommt mit dem „Wohnzuschuss 2009“ etwa einen monatlichen Zuschuss von 239 Euro.

Ist ein Antrag notwendig?
Ein Antrag muss an die Abteilung Wohnbauförderung des Landes oder an die Bürgerbüros der Bezirkshauptmannschaften gerichtet werden. Das Antragsformular gibt es hier zum Download bzw. ein Online-Antrag kann auch hier gestellt.

Weiterführende Infos zur Wohnbeihilfe bzw. Wohnzuschuss - NÖ-Wohnzuschuss-Rechner .

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