Niki stellt bisher geliehenes Personal ab 2014 an. Das Personal der Air-Berlin-Tochter Niki ("flyniki") wird ab 1. Jänner 2014 nicht mehr über Labour Pool Personalleasing GmbH beschäftigt werden, sondern direkt bei der Niki Luftfahrt GmbH selbst angestellt sein - das berichtet das Internetportal Austrian Aviation Net am Mittwoch. Damit erfüllt Air-Berlin-Chef Wolfgang Prock-Schauer eine alte Forderung der Personalvertreter.

Erstellt am 10. Juli 2013 (16:33)

Betroffen sei von der Umstellung das gesamte fliegende Personal sowie die Techniker und das Personal an den Ticketschaltern, berichtet Aviation Net. Was sich in Bezug auf die Dienstverträge - und einen möglichen Kollektivvertrag - ändern wird, sei derzeit noch offen.

Hinter der Leiharbeitsfirma Labour Pool steht der ehemalige Kurzzeit-Finanzminister Andreas Staribacher (SPÖ), ein Freund von Niki Lauda. Der Luftfahrt-Personaldienstleister hat laut Firmen-Compass 2011 einen Umsatz von 31,5 Mio. Euro erzielt und damit 140.000 Euro Gewinn (EGT) gemacht.

Laut eigener Homepage beschäftigt Niki 836 Mitarbeiter - tatsächlich sind es viel weniger, da mehr als 700 in die Leiharbeitsfirma ausgelagert sind. Das Personalleasing-Modell bei Niki gibt es seit dem Airlinestart im Jahr 2003, einen Branchen-Kollektivvertrag für die Luftfahrt haben die dort Beschäftigten nicht.